Zwote erkämpft sich einen Punkt

Vergangenen Samstag empfingen wir die SG AC/Eintracht Berlin. Konnten wir in der letzten Saison noch beide Spiele für uns entscheiden, so war schon an der aktuellen Tabellensituation erkennbar, dass die Favoritenrolle in dieser Begegnung eher bei unseren Gästen lag. Wiesen wir einen durchwachsenen Saisonstart mit teilweise unkonstanten Leistungen auf, überzeugte die SG größtenteils mit starken Ergebnissen. Nichtsdestotrotz wollten wir an unsere aufsteigende Formkurve seit der Herbstpause und insbesondere an die kämpferische Leistung im Spiel gegen OSF III anknüpfen.

So entwickelte sich von Beginn an eine umkämpfte Partie. Bis zum 8:9 für die Gäste konnte sich bei wechselnden Führungen keine Mannschaft entscheidend absetzen. Das Spiel war schon zu diesem Zeitpunkt geprägt von Kampf und Emotionen, dabei aber niemals unfair. Resultierte aus dem Tempospiel aus 1. oder 2. Welle kein Torerfolg, so sahen sich beide Mannschaften gut aufgestellten Abwehrreihen gegenüber. Netzte die Spielgemeinschaft insbesondere über starke Einzelaktionen ihrer beiden Halbspieler, so verteilten sich die Torerfolge auf unserer Seite auf mehrere Schultern. Allerdings taten wir uns dabei häufig schwer, Lösungen gegen die gut gestaffelte Defensive zu finden. Zu oft konnten keine klare Wurfposition herausarbeiten und scheiterten deshalb am Torwart oder bereits am Block des Gegners. Zum Ende des 1. Spielabschnitts verloren wir zudem zunehmend die Struktur und beschäftigten uns immer mehr mit Nebensächlichkeiten. Folgerichtig trafen wir im Angriff schlechte Entscheidungen und luden den Gegner auch über eine nachlassende Intensität in der Deckung dazu ein, mit einer 10:13 Führung in die Pause zu gehen.

Die Marschroute für die 2. Hälfte war also klar: Sich wieder mehr auf die spielerische Linie fokussieren. Außerdem wurde unsere rechte Abwehrseite offensiver ausgerichtet, um den gegnerischen Halblinken früher zu attackieren und auch unsere Torhüter sollten besser ins Spiel gebracht werden.

Zunächst gelang es jedoch nicht den Rückstand zu verkürzen. Bis zum 12:16 blieb der Abstand in etwa unverändert. Dann kam unsere beste Phase des Spiels. Die Abwehr konnten Bälle erobern und die Torhüter hielten alles was auf das Tor kam. Vorn spielten wir nun inspirierter und mit deutlich mehr Bewegung bis zur besten Wurfgelegenheit durch. Durch einen 5:0-Lauf konnten wir auf 17:16 für unsere Farben stellen. Die Gäste fanden nun aber wieder zurück ins Spiel und es entwickelte sich in den letzten 10 Minuten ein Spiel auf des Messers Schneide. Sicherlich kein Leckerbissen für Handballfeinschmecker, aber dafür spannend bis zum Ende zur besten Samstagabend-Sendezeit, rangen doch beide Mannschaften um jeden Zentimeter. Keiner Mannschaft gelang es, sich mehr als eine 1-Tore-Führung zu erarbeiten. So kam es, dass die SG 30 Sekunden vor dem Ende das 24:24 erzielen konnte. Wir nahmen unsere Auszeit, die Ansage war klar: Zunächst den Punkt sichern und in den letzten Sekunden möglichst den Lucky Punch setzen. Die Abwehr der Gäste hielt jedoch unseren Bemühungen stand und so zeigte die Anzeigetafel zum Schlusspfiff ein leistungsgerechtes Unentschieden.

Fazit: Mit der Deckungsarbeit können wir durchaus zufrieden sein, konnten wir doch eine starke Angriffsreihe bei 24 Toren halten. Insbesondere der Positionsangriff stellte sich jedoch immer wieder etwas holprig dar, allerdings blitzte auch hier und da unser tatsächliches spielerisches Vermögen auf. Hier müssen wir noch an der Feinabstimmung arbeiten. Dieses Manko konnten wir aber mit toller Einstellung und Kampfgeist wettmachen. So werden in den kommenden Wochen auch wieder doppelte Punktgewinne eingefahren.

Die nächste Gelegenheit haben wir dazu am kommenden Samstag um 18.00 Uhr, wenn wir bei der 4. Vertretung der SG Narva zu Gast sind.

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Veröffentlicht in Handball News.