Auch in diesem Spiel ging es um ein sogenanntes vier Punkte Spiel!

Die Mannschaft traf sich wieder an der bekannten Stelle in Lichtenrade, nur diesmal wurde der PKW als Transportmittel gewählt. Vielleicht war es ja diese ungewohnte Hinfahrt, nicht zusammen in der Bahn zu sitzen, weshalb die Erste von Beginn an in diesem so wichtigen Spiel nichts den Gastgebern entgegen zu setzen hatte.

Die Neubrandenburger waren einfach zielorientierter und aggressiver, sie wollten ihre Chance nutzen und Tore erzielen. Unsere Erste agierte behäbig, ja fast wie gelähmt. Alle Spieler waren immer einen Schritt zu spät. Es wurde nicht nachgeschoben, nicht geholfen und man war viel zu spät am Mann. So gab es einige Zeitstrafen, die es der Ersten nicht einfacher machten. Die Gastgeber waren beflügelt und schafften es mit einem 19:13 Vorsprung in die Pause zu gehen. Dies war bitter, denn es wurde viel versucht die VfLèr mit verschiedenen Deckungsvarianten wach zu rütteln. Auch, weil schon Spieler mit 2 Zeitstrafen belastet waren.

Es half nichts, nun hieß es sich zu sammeln und eine Analyse zu vermitteln, die alle positiv nach vorne schauen ließ.

Wie sollte nun das schier Unmögliche noch erreicht werden, nämlich abermals bei einem Mitkonkurrenten auswärts zu Punkten?

Denn auch Hälfte zwei begann nicht optimal. Die Gastgeber spielten im sicheren Glauben dieses Heimspiel gewinnen zu können weiter sehr motiviert auf. Zwei unglückliche Aktionen reichten Neubrandenburg mit 24:16 Toren in 40 Minute weiter zu enteilen.

Noch 20 Minuten auf der Uhr, 8 Tore zurück in einem Auswärtsspiel, das Prinzip Hoffnung war schon arg strapaziert.

Aber es gibt bekanntlich im Handball immer Möglichkeiten auch einen solchen Rückstand zu egalisieren. Wieder hat sich gezeigt, dass der vermeintliche Sieger sich auf das Verwalten des Vorsprungs konzentriert und dann aus diesem Trott der Zurückhaltung sich nicht mehr befreien kann. Die Mannschaft die dann noch mal ihre Möglichkeiten wittert, kommt in den Vorteil und die Erste spielte eine ihrer besten Defensive in dieser Saison. Die Gastgeber wurden auch noch in der eigenen Abwehr vor neue Aufgaben gestellt, da der VfL nun ohne Torwart spielte. Mit diesem Systemwechsel kamen die Fortunen  nicht mehr zurecht.

Die Anhänger der Gastgeber waren dann am Ende in eine Schockstarre verfallen. Spätesten beim   28:28 Ausgleich und einem verworfenen Siebenmeter 1:30 Minuten vor dem Ende durch die Gastgeber, brachten eine Stille in die Halle, die schon bemerkenswert war. So kam es , wie es in solchen Spielen schon oft gekommen ist. Lichtenrade ging mit 29:28 Tore in Führung , der Druck auf die Gastgeber war zu groß und die Erste spielte mit der grünen Karte das Spiel sicher zu Ende.

Ein denkwürdiges Spiel, welches unserer Mannschaft weiterhin alle Möglichkeiten offen lässt. Der Klassenerhalt geht weiterhin aus eigener Kraft und daher werden wir den rettenden Tabellenplatz auch erreichen.

Print Friendly, PDF & Email
Veröffentlicht in Handball News.