Die Erste mit Zittersieg gegen PSV

Zum ersten Mal stark dezimiert gingen wir ins nächste Spiel: Neben den eigentlichen Rückraum-Startern Felix Rollmann (Verletzung) und Patrick Schillkowski (Urlaub), musste auch Mario Riemer wegen einer Verletzung zusehen. Dazu fehlten Simon Ostermann und Tim Krist (ebenfalls beide verletzt) als Alternativ-Spieler. Mit drei Fehlenden aus der ersten Sieben hatten wir also die kommende Aufgabe zu lösen und so konnten die Jungspieler Anton Buschkow und Maximilian Müller viel Spielzeit für sich verbuchen.

Nach der knappen Niederlage gegen Blau-Weiß wartet mit Polizei SV eine vermeintlich einfachere Mannschaft auf Lichtenrade. Der Gastgeber ist Vorletzter und spielt gegen den Abstieg, während wir Anschluss an die Aufstiegsplätze haben. Doch wie schon oft in der Vergangenheit haben wir Schwierigkeiten gegen solche Teams – so auch diesmal:

Wir erwischten einen einwandfreien Start in die Partie und konnten innerhalb von sechs Minuten eine 1:6-Führung erkämpfen. Nach einer Auszeit kam der Gastgeber jedoch besser in die Partie und konnte verkürzen, wobei es jedoch nie sonderlich spannend wurde. Nach einem munteren Hin und Her stand es zur Halbzeit 10:14 – vier vor für uns.

In der zweiten Hälfte gelang es uns nicht den Abstand weiter auszubauen, geschweige denn überhaupt zu halten. PSV kam immer wieder auf ein Tor heran (Zwischenstand 46. 17:18). Vor allem über unseren Innenblock und mit dem Kreis-Spiel konnten sie einfache Tore erzielen. Es gab insgesamt sieben 7-Meter für die Gastgeber, von denen jeder verwandelt wurde. Nach der dritten Zeitstrafe und somit der Roten Karte (51. Minute) für Jonas Beer, konnte Fabian Beer zwei schnelle Tore erzielen – ein kurzer Höhenflug für uns. Kurz? Es folgte eine Auszeit von Polizei beim Spielstand 18:22 für Lichtenrade, acht Minuten vor Ende. Unsere Männer hatten in der Folge kein Erfolg im Angriff, nahezu jeder Wurf wurde geblockt. Der Gastgeber kam nach und nach heran und konnte in Minute 58. Zum 22:22 ausgleichen. Wiedermal machte man ein Spiel unnötig spannend und jeder Lichtenrader dachte sich: „Dieses Spiel kann man nicht verlieren“. Eine Überzahl konnte eine Minute vor Ende nicht genutzt werden und so bekam PSV den eigentlich letzten Angriff. Nur ein technischer Fehler konnte jetzt noch den Sieg bringen, genau das passierte: PSV verspielt drei Sekunden vor Ende den Ball, schnell geht es nach vorne wo Fabian Beer mit einer Sekunde Spielzeit den Gegenstoß einwirft. 22:23 Endstand.

Zwar haben wir gewonnen, aber uns nicht mit Ruhm bekleckert. Es gilt weiter an uns zu arbeiten, sicherer zu werden, angstfreier und souveräner in Schlussphasen zu spielen und Emotionen auf der Platte umzusetzen.

Fabian Beer wurde mit neun Toren bester Werfer der Partie.

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Veröffentlicht in Handball News.