Derbysieg nach Derby-Drama!

Zum zweiten Heimspiel empfing unsere 1. Männermannschaft den Südberliner Rivalen TSV Rudow. Ein traditionell aufgeheiztes und emotionales Derby. Nach einer starken Trainingswoche sahen sich die Männer physisch und psychisch sehr gut vorbereitet. Die Gäste hatten bis Dato nur ein Spiel absolviert, welches sie nicht gewinnen konnten. Wir hingegen gewannen unsere ersten beiden Saisonspiele.

Circa 250 Zuschauer kamen an diesem Abend in die Zescher Straße, um zwei Handballmannschaften auf Augenhöhe, in einem torreichen Spiel zuzusehen. Zwar gelang dem TSV schnell eine 0:3-Führung, welche wir jedoch zeitnah egalisieren konnten. Zur siebten Spielminute fielen bereits zehn Tore (Spielstand: 5:5). Unfaire Aktionen und Unsportlichkeiten blieben an diesem Abend aus und Derby-untypisch hielten sich die Gelben Karten und Zeitstrafen in einem durchschnittlichen Ausmaß. Das Schiedsrichter-Gespann zeigte sich gelassen, cool  und konsequent. Bis zur Halbzeit gelang es keinem Team, sich entscheidend abzusetzen. Auch eine zwischenzeitliche 9:7-Führung unserer Männer hielt nicht lange an. Zur Pausensirene zeigte die Anzeigetafel den Spielstand 13:14.

Zurück aus der Kabine offenbarte sich den Zuschauern das gleiche Bild. Keine der beiden Mannschaften konnte sich einen Vorsprung rausarbeiten. Die Gäste aus Rudow kamen immer wieder über die Rückraumpositionen zu Torerfolgen, während Sebastian Kreß im VfL-Tor mehr und mehr ins Spiel fand. Im Angriffsspiel gelang unseren Männern immer wieder der nötige Zug zum Tor um einen 7-Meter zu ziehen, den Jonas Beer dann sicher verwandelte. Die Schlussphase entwickelte sich dann zu einem echten Kracher, der dem Wort Derby in jeder Silbe gerecht wurde. Nach einem kurzen drei-Tore-Vorsprung unserer Mannschaft in der 50. Minute, konnten die Rudower diesen wieder ausgleichen. Es folgten abwechselnd Angriffe auf beiden Seiten, bei denen beide Mannschaften auch zu Torerfolgen kamen. Immer wieder Torschütze auf Lichtenrader Seite: Jonas Beer. Als Dominik Röder in der 59. Minute zum 27:27 ausgleichen konnte, war für unsere Männer noch Zeit für einen Angriff. Ruhig und konsequent zog Felix Rollmann das Spiel auf und spielte sieben Sekunden vor Schluss Alexander Barth auf Links-Außen frei. Dieser wird im Sprung gestoppt und die Schiedsrichter entschieden auf 7-Meter. Völlig zurecht, denn ausgerechnet Dominik Röder lief beim Versuch den Winkel für Alex zu verkürzen durch den Kreis und stand beim letztendlichen Kontakt auch im Kreis. Der anschließende Strafwurf war die letzte Aktion der Partie. Der Schütze Jonas Beer hatte also alles in der Hand und traf seinen achten von acht 7-Metern. Der VfL Lichtenrade ist jetzt amtierender Derbysieger und weiterhin ungeschlagen in der Saison. Am nächsten Wochenende geht es nach Hellersdorf um dort erneut doppelt zu punkten.

Bester Werfer wurde Jonas Beer mit 18 Toren.

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Veröffentlicht in Handball News.