MTV 1860 Altlandsberg – VfL Lichtenrade 18:16

Nach starken 50 Minuten ärgerlich verloren!

Als erstem Gegner in der Rückrunde standen wir am Samstag erneut dem MTV Altlandsberg gegenüber. Nach der Weihnachtspause wollten wir, wie unser Gegner auch, mit einem Sieg in die Rückrunde starten. Ein solcher war uns gegen den MTV bereits in der Hinrunde souverän gelungen. Zwar schob der Gegner seine Niederlage lediglich auf unseren Hallenboden, doch wir glaubten fest an unsere Fähigkeiten und blickten daher dem Rückrundenspiel zuversichtlich entgegen.

Nach der ersten Halbzeit sah es auch sehr nach einem Sieg für uns aus: Die Abwehr stand 1A, die Angriffe spielten wir mit Struktur und konnten uns insgesamt elf Mal mit einem Tor belohnen. Auch auf eine zweifache Einzelmanndeckung des MTV reagierten wir gut und unsere Kreisläuferin setzte sich ein ums andere Mal erfolgreich gegen ihre Abwehrspielerin durch. Leider verletzte sich unsere RL Madelaine zum Ende der Halbzeit und konnte erst zum Ende des Spiels wieder eingesetzt werden.
In der Halbzeitpause stieß auch endlich unsere RA zu uns, die zuvor von einer Rückraumspielerin ersetzt werden musste.
Mit einem guten Gefühl aufgrund unserer Führung (11:9) starteten wir so in den zweiten Durchgang. Nach fünf Minuten führten wir noch immer mit zwei Toren und unsere Gegnerinnen wurden zunehmend unruhiger und unzufriedener mit den Schiedsrichtern, was ihnen viele Zwei-Minuten-Strafen einbrachte. Diese insgesamt sechs Minuten in Überzahl wussten wir leider nicht für uns zu nutzen und so mussten wir ab der 47. Minute um jede Ein-Tor-Führung kämpfen. Im Angriff funktionierte nun nahezu nichts mehr. Es fehlte uns an Struktur, Ruhe und der nötigen Spielübersicht, um zu einem erfolgreichen Torabschluss zu kommen. Auch die technischen Fehler häuften sich zunehmend. In der 58. Minute konnten unsere Gegnerinnen zum ersten Mal mit einem Tor in Führung gehen. In der Hektik verloren wir vorne erneut den Ball und gingen dann in der Abwehr in eine Manndeckung über. Dabei bekamen wir 20 Sekunden vor Schluss eine Zwei-Minuten-Strafe, die zu einem erneuten Gegentor führte. So endete dieses spannungsgeladene Spiel unglücklich mit einem Sieg für Altlandsberg. Dieser ist umso bitterer, da sich nicht nur die Spielerinnen aggressiv gegenüber den Schiedsrichtern verhielten, sondern auch das heimische Publikum durch Beleidigungen sowie lautstarkes Fluchen und Pöbeln gegen die Unparteiischen und uns negativ auffielen.
Natürlich können wir auch dem Spiel mit Kleber eine Teilschuld zu unserer Niederlage geben, allerdings suchen wir die Fehler nicht in den äußeren Umständen, wie unsere Gegner, sondern bei uns und arbeiten weiterhin an unserer Variabilität im Angriff und in unseren Torwürfen.

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Veröffentlicht in Handball News.