Showtime-Lichtenrade souverän an der Spitze

Die Vorbereitung auf das erste Spiel im neuen Jahr, für die stärkste Männermannschaft des VfL Lichtenrade, erforderte viele Kräfte. Zwischen Neujahr und Mitte Januar holte die Erste Männer quasi die Hinrunde der Brandenburg-Liga nach. So spielte man erst gegen Wildau, Potsdam II und zuletzt Teltow-Ruhlsdorf. Nicht zu vergessen: Auch dem Landesligisten SG AC/Eintracht Berlin statte man unter der Woche einen Besuch, im Rahmen eines Trainingsspiels, ab. Alle Partien konnten gewonnen und an Abwehr- sowie Angriffssystemen konnte gefeilt werden. Mit gutem Selbstvertrauen aber vorbelasteten Beinen ging es also zur zweiten Männermannschaft der SG OSF Berlin. Die Hausherren standen zu diesem Zeitpunkt auf Platz drei der Tabelle, mit der SG NARVA Berlin als Puffer zur Lichtenrader Spitze. Letztere Gegner haben unterdessen das drei Stunden früher angesetzte Spiel gegen den TSV Rudow mit acht Toren verloren. Für unsere Männer waren also die Grundlagen geschaffen, sich ein Polster zum Zweitplatzierten zu erarbeiten.

Der Start ins Spiel verlief unspektakulär. Unser Team machte gleich deutlich, was strukturiertes Angriffsspiel heißt und kam fortwährend zu Torerfolgen. Doch auch die Gäste zeigten ambitionierte Angriffe vermehrt über die Rückraumpositionen durch einfache Eins-gegen-Eins-Erfolge. Unsere Männer waren abgeklärt im Angriff, jedoch teils fahrlässig im Deckungsverhalten. Die stellenweise müden Beine und faulen Köpfe führten dazu, dass wir vereinzelt überlaufen wurden und so die geschaffene Überzahlsituation verloren. Die Schöneberger nutzten dies gut und konnten sich so einen 10:10- Halbzeitstand rausarbeiten. Noch vor dem Pausenpfiff sah Simon Ostermann nach einer eigentlich maßvollen Abwehraktion die Rote Karte und schwächte somit unseren Innenblock.

Aus der Kabine zeigten unsere Männer die stärkste Phase des Spiels. Ab der 37. Minute, beim Spielstand von 13:13, gelang unserer Truppe ein 0:4-Lauf zum 13:17. Erfolgsrezept war hier ein gesteigertes Deckungsverhalten, flinkere Beine und intelligenteres Aushelfen. Die Hausherren fanden seltener die Lücken und den Zug zum Tor und bemühten sich so um Tore. Dennoch blieben sie in Schlagdistanz, begünstigt durch schwache und überhastete Lichtenrader Angriffe. Nochmal richtig spannend wurde es ab der 57. Minute. Nach Torerfolg der Schöneberger zum 20:21 bekamen einige Lichtenrader Spieler zittrige Hände und vergaben eine Minute vor Ende den Ball, ohne zum Torwurf zu kommen. Die Hoffnung der Hausherren doch noch etwas mitzunehmen lag also in ihren Händen, wurde aber durch eine souveräne Parade von Sebastian Kreß, fünf Sekunden vor Schluss, genommen.

Unsere Jungs stehen nun mit drei Zählern Puffer auf dem Ersten Platz. Am Samstag den 16.02.2019 trifft sich die Red Nation um das erste Heimspiel seit November letzten Jahres zu zelebrieren. Mit dem KSV AJAX NEPTUN trifft unsere Truppe auf einen ambitionierten Gegner, bevor es am Samstag darauf (23.02.2019) nach Rudow, zum Derby, geht.

Bester Werfer wurde Jonas Beer mit neun Toren.

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Veröffentlicht in Handball News.