Erste Männer fackeln Derby-Achterbahn ab

Samstag, 23.02.2019, 17:00 Uhr – Derbytime! Nach dem Hinspiel in eigenen Wänden und einem knappen 28:27 Erfolg, sah die Erste Männer dem Südberliner Kontrahenten TSV Rudow entgegen. Die Hausherren sind in der eigenen Halle noch ohne Punktverlust und konnten zuletzt die SG NARVA Berlin und den VfL Tegel besiegen. Mit unseren Männern reist nun aber eine Mannschaft an, welche seit sieben Spielen ungeschlagen ist und die Verbandsliga Berlin anführt.

Die ersten Minuten der Begegnung machten für die Lichtenradener Fans gleich ersichtlich, dass es für ihre Mannschaft kein einfacher Tag wird. Schnell gelangen unsere Männer ins Hintertreffen und konnten die komplette erste Hälfte nicht in Führung gehen. Nach einem 2:0 gelang uns zur 7. Minute der 2:2-Ausgleich, welcher jedoch zur 12. Minute durch ein 5:3 für Rudow ersetzt wurde. Auch diese Lücke konnten wir durch ein Tor von Sven Stahmer, zur 16. Spielminute schließen, erlaubten uns dann jedoch eine Sendepause: Bis zur Halbzeit fehlte konsequent der Zug zum Tor und der Anschein tat sich auf, unsere Männer würden einen Rückstand verwalten. Der TSV konnte kontinuierlich eine Führung rausarbeiten und mit 14:8 in die Kabine gehen – eine deutliche Ansage.
Die hängenden Köpfe, einiger VfL-Spieler, sorgten aber scheinbar dafür, dass die Sauerstoffversorgung im Kopf angeregt wurde und sie ein komplett anderes Auftreten im zweiten Durchgang zeigten. Angestachelt davon, sich nicht vom Südberliner Erzfeind desaströs auseinanderspielen zu lassen, fand unser Team mehr und mehr ins Spiel zurück und steigerte das Abwehrspiel exorbitant. Belohnt wurden wir hierfür anfänglich noch nicht, da weiterhin viele freie Bälle verworfen wurden. Dennoch gelang es unseren Männern immer wieder zu Torerfolgen zu kommen, während die Gastgeber im Angriff nach Alternativen rangen. Als sich ab der 40. Spielminute auch die Chancenverwertung steigerte, kämpften wir uns Schritt für Schritt ins Spiel zurück um in der 55. Minute zum 23:23-Ausgleich zu treffen. Vor allem Sven Stahmer und Tim Krist taten sich hier hervor, indem sie sieben von insgesamt elf Toren, ab der 40. Minute, erzielten. Zur 57. Minute gelang es Sven Stahmer sogar zum 24:23, aus Lichtenrade-Sicht, zu treffen, was sich auch bis 10 Sekunden vor Schluss hielt. In den letzten Atemzügen der Partie führte jedoch ein technischer Fehler auf Seiten des VfL dazu, dass der TSV noch einen Angriff laufen konnte. Der von Sebastian Kreß parierte Ball prallte seitlich nach vorne, zu einem Rudower Spieler, welcher mit der Schlusssirene einnetzte.

Zwar fühlt sich das Unentschieden durch die letzten Sekunden wie eine Niederlage an, allerdings sollte es nach einer sechs-Tore-Aufholjagt genau andersherum sein. Wir haben an diesem Tag einen Punkt gewonnen, während die Rudower, zum ersten Mal auf etwas Zählbares, in ihrer eigenen Halle, verzichten mussten. Zeitgleich haben die Männer der SG NARVA Berlin (2. Platz in der Verbandsliga Berlin und somit direkter Verfolger) ihr Auswärtsspiel verloren. Respekt darf man beiden Mannschaften gewähren, ein ums andere Mal einen derbywürdigen Nachmittag veranstaltet zu haben und all das in einem fairen Rahmen.

Als nächsten Gegner erwarten wir am 02.03.2019, Zuhause, den TuS Hellersdorf, gegen welche wir unsere bisher einzige Niederlage hinnehmen mussten.

Bester Lichtenrade-Werfer wurde Sven Stahmer mit sieben Toren.

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Veröffentlicht in Handball News.