Blasser Sieg für die Erste Männer

Zum 13. Spieltag der Verbandsliga Berlin bekamen die Spitzenreiter der Spielklasse Besuch von der TuS Hellersdorf. Die erwarteten Gäste sind bisweilen die einzige Mannschaft die unsere Männer besiegen konnte. Schlussfolgernd waren unsere Spieler besonders angestachelt die Hinrunden-Niederlage in Hellersdorf zu rächen. Aber auch das übergeordnete Ziel, das Polster zu den Verfolgern aufzustocken, rückte in den Fokus der Spielvorbereitung. Die angesprochenen Verfolger, die SG NARVA Berlin und der VfL Tegel, spielten am Folgetag gegeneinander. Der Verlierer aus diesem Duell dürfte aus dem Titelrennen ausscheiden, was die Wichtigkeit unserer angepeilten zwei Punkte unterstreicht.

Unsere Männer lieferten von Beginn an ab: Fokussiertes Abwehrspiel und ein effizienter Angriff sorgten für einen 7:3-Spielstand zur 14. Spielminute. Der Beste Torschütze der Liga, Jonas Beer, konnte hier schon mit drei Toren seine Akzente setzten. Die Körpersprache und Spannung der Männer zeigte sich konsequent, aber auch die Gäste spielten mit. Ab der Mitte der ersten Hälfte ließen sich die Hellersdorfer jedoch nicht weiter distanzieren. Der vier-Tore-Vorsprung blieb beständig.

Dass die Gäste in Schlagdistanz blieben zeigten die ersten Minuten der zweiten Hälfte. Unsere Männer waren sinnbildlich K.O., fingen sich einen 7:0-Lauf und drohten in eigener Halle blamiert zu werden. Jedoch, bevor die Spielleitung, wie beim Boxen, den K.O. erklärte, fing sich unsere Truppe und stand wieder auf. Alexander Barth endete zur 38. Minute die Torlosflaute und ein kochendes Handballspektakel war geschaffen. Durch gesteigerte Chancenverwertung und einfache Tore in der ersten Welle kämpften sich unsere Männer zurück ins Spiel. Nun waren wir an der Reihe die entscheidenden Schläge zu setzen. Ein 4:0-Lauf, bis zur 46. Spielminute, stellte die Anzeigetafel wieder auf ein komfortableres 23:18-Ergebnis. Dieses Polster ließen wir uns diesmal nichtmehr nehmen, kamen durch ein 30:24 (57. Spielminute), zu einem sechs-Tore-Vorsprung, welcher sich bis zum Abpfiff hielt. Auch wenn das letzte Tor für die Hellersdorfer-Mannschaft gewertet wurde, stand es am Ende 32:26 für den VfL.

Der dominierend wirkende Endstand wird durch die Tiefschlafphase unserer Mannschaft, nach den Pausenminuten, deutlich getrübt. Durch die starke Leistung der Gäste fühlte sich der Sieg am Ende nicht sonderlich berauschend an. In einer höheren Spielklasse kann man sich so etwas nicht erlauben. Der VfL Tegel konnte am darauffolgenden Tag die NARVA Berlin besiegen. Beide Mannschaften sind nun sechs Punkte hinter unseren Jungs, wobei Tegel zwei Spiele weniger auf dem Konto hat. In zwei Wochen erwarten uns die Tegler jedoch in ihrer Halle, zum wohl wichtigsten Spiel der Saison – für beide Teams. Während wir die Chance haben, dem Aufstieg einen riesigen Schritt näher zu kommen, geht es für die Nordwest-Berliner darum, in unserem Atemumfeld zu bleiben.

Bester Werfer wurde Jonas Beer mit acht Toren.

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Veröffentlicht in Handball News.