HG KAL vs. LichtenradeIII

Samstag 20 Uhr, es gibt angenehmere Zeiten für ein Auswärtsspiel. Sei’s drum, wir trafen uns um 18:45 Uhr vor der Halle um das Spiel gegen die HG KaL erfolgreich zu bestreiten. Vor dem Aufwärmen ging es gemeinsam eine Runde spazieren. Die Laune war gut und die Motivation zu gewinnen hoch.

Unsere Marschroute war klar, wir müssen unser Tempo ausnutzen und das ganze Spiel über “Attacke laufen”.

Durch unsere schnellen Angriffe führten wir nach 5 Minuten mit 1 zu 5 und der Gegner nahm sein Time Out, welches Wirkung zeigte und es nach 13 Minuten 4 zu 9 stand und Christian dazu brachte die grüne Karte zu legen. Die Ansprache fokussierte uns wieder und wir gingen mit 7:18 in die Pause.

Zu erwähnen ist der Treffer von Daniel, unserem Torwart der auf dem Feld spielen durfte, dementsprechend war die Freude groß bei der Mannschaft und den mitgereisten Fans aus der Zweiten.

Nach der Pause konnten wir die Führung auf 12:23 ausbauen (40. Minute). Zwar spielten wir weiter unseren Tempovorteil aus, doch auch der Gegner konnte für unseren Geschmack doch viel zu oft noch selbst vergleichsweise einfache Tore erzielen. So gingen wir mit 19:33 in die einminütige Verschnaufpause (55. Minute). Hier wurde die hohe Fehlerquote angesprochen und der Plan ausgegeben, die verbleibende Spielzeit konsequent auf Torejagd zu gehen. Das gelang aufgrund zu vieler Ungenauigkeiten leider nur eingeschränkt. Immerhin konnten wir die letzten 5 Minuten des Spiels ohne Gegentor bleiben und gewannen letztendlich mit 19:36. Und Daniel war auch noch von 7 Metern erfolgreich.Insgesamt war es mit zunehmender Spielzeit immer schwieriger, die innere Spannung hoch zu halten, gegen einen Gegner, der insgesamt wenig entgegenzusetzen hatte. Dennoch Respekt vor den Herren vom Lietzensee: Unser Eindruck war, auf eine intakte Mannschaft zu treffen, die sich auch bei aussichtslosem Rückstand nicht hängen ließ und jedes ihrer Tore feierte.

Ein großes Danke an Jan-Eike und Kevin, die beide nach dem erfolgreichen Spiel der Zweiten sich uns auf dem Feld angeschlossen haben. Ebenfalls ein Dankeschön an die mitgereisten Fans!

 

Dabei waren Kevin, Jan(8), Kilian(9), Moritz, Alex(7),  Andre(6/2),  Daniel(2/1), Dodo, Steven(2) und Jan-Eike(2)

Vorstellung Tim Ehmke

Ich bin Tim Ehmke und 16 Jahre alt. Ich gehe seit 4 Jahren in Cottbus zur Sportschule, wo ich seit dem auch Handball spiele. Vorher habe ich zuerst in Wünsdorf und sehr kurz bei den Füchsen gespielt.

Ich spielte in verschiedenen Landesfinalen der Sportschulen mit, habe Ostsee-Spreeliga Erfahrung in der B und A Jugend bekommen. Weiterhin hatte ich Einsätze in den letzten beiden Jugendbundesliga Qualifikationen und durfte in der letzten Saison ein paar Spiele dort bestreiten.

Ich habe vor kurzem meine eigene Firma gegründet und sie Tim Klinge Manufaktur getauft. Dort schmiede ich Messer die schon von verschiedenen Köchen, Fleischsommelieren und Metzgern gekauft wurden.

30:31, Zwote schlägt in der Crunch-Time Blau-Weiß III

Bezirksduelle haben ihre eigenen Gesetze und Geschichten. Offene Rechnungen, Freundschaften, dumme Sprüche und herzliche Umarmungen, es gehört alles dazu. Und so trat am Samstag unsere Zwote auswärts in der Kolonne gegen die dritte Vertretung von Blau-Weiß an. Neben den zwischenmenschlichen Akzenten war rein sportlich gesehen klar: Blau-Weiß ist eine Wundertüte, eine Mischung aus Urgesteinen, jungen Wilden und bekennenden Freizeitspielern, deren Motivationsschübe und Auszeiten unbekannten Gesetzen folgen.

Unsere Zwote hingegen schien zuletzt wieder in der Spur zu sein, musste wiederholt auf Stammkräfte verzichten und wurde von jung und alt unterstützt.

Anpfiff. Blau-Weiß startet dynamisch und legt erst einmal 3:1 vor. Von Anfang an ist klar: Vom Unterschied in der Tabelle ist hier nichts zu sehen. Angeführt von Arne Voß und Pascal Merforth werden Lücken in der Deckung der Zwoten konsequent genutzt. Das Spiel ist körperlich, gallig, es wird angefasst, getestet was der von Blau-Weiß gestellte Schiri für einen Toleranzbereich hat. Es wird immer deutlicher: Blau-Weiß spielt mit der höheren Intensität, unsere Zweite ist noch nicht richtig im Derby angekommen, folgerichtig wird beim Rückstand 10:6 Mitte der ersten Halbzeit die grüne Karte gezogen. Die Ansagen und Nachjustierungen sitzen, vielleicht nimmt zudem auch die Unterbrechung dem Gegner den Rhythmus: Das Spiel beginnt sich jetzt zu drehen. Die Fehlerquote bei Blau-Weiß nimmt zu, unsere Zwote zeigt die erhoffte Reaktion und nimmt den Kampf an, schafft sogar streckenweise das vom Trainer geforderte Systemspiel. Neun Minuten nach der Auszeit der Ausgleich zum 13:13 und als unser Ex-Blau-Weißer Kreisläufer auf 13:15 stellt, nimmt der Gastgeber die Auszeit, die sich als wirkungslos erweist. Zur Pause können wir noch auf 13:17 erhöhen.

Zweite Halbzeit. Eigentlich ist allen klar, worum es jetzt geht. Gelingt es, den Lauf fortzusetzen, vielleicht früh die Weichen auf Sieg zu stellen oder lassen wir uns in ein hitziges Spiel hineinziehen, in ein Spiel der Nickligkeiten, der Hektik, dem Kontrollverlust. Nun ja, die Überschrift verrät es ja schon. Gelinde gesagt können wir den Lauf Ergebnis seitig zunächst fortsetzen, doch das Spiel wird offen, kämpferisch und giftig. Genau die Voraussetzungen dafür, die eigene Linie zu verlassen und schrittweise die Kontrolle zu verlieren. Nach nur sieben Minuten Spielzeit ist Blau-Weiß wieder dran und unser Trainer zur frühen Auszeit gezwungen. Er nutzte sie zum Weckruf, doch auch hier sind wir schon zu tief im Sog des Spiels, dass vielleicht zu wenig Zeit für kühle Gedanken zu taktisch klugen Anpassungen bleibt. Dennoch: Die Mannschaft ist jetzt wach und im Spiel. In der folgenden Viertelstunde kann die knappe Führung noch verteidigt werden, dann 8 Minuten vor Schluss wieder ein Rückstand. Blau-Weiß schafft es durch schnelle Pässe unsere Deckung zu überspielen und einfache Tore zu machen, während auf Seite der Zwoten für jeden Treffer hoher Aufwand betrieben werden muss. Willi scheidet in dieser Phase mit einer Platzwunde am Auge aus, der Top-Scorer des Gegners wird in Manndeckung genommen. Jetzt ist offenes Visier angesagt, was bekanntlich alles möglich macht, im Guten wie im Bösen. Und schließlich sind es dann doch die Details, die das Spiel zugunsten unserer Zwoten entscheiden. Zunächst scheint Blau-Weiß das bessere Ende für sich zu haben. Erneut ist es eine zweiminütige Überzahl für uns, die mit 0:2 verloren geht, wie schon die Überzeiten zuvor. Dann gibt es bei Rückstand Siebenmeter für Blau-Weiß. Chris kann ihn entschärfen, wie auch den nächsten Wurf von Rik Steinicke. Die letzten zwei Tore des Spiels gehen an Lichtenrade. Gewonnen!

A propos Details: Beide Mannschaften hatten 5 Siebenmeter. Dieses Duell endete 5:3 für unsere Mannschaft. Kompliment, Nick!

Nach den beiden ersten beiden Saisonspielen, dem Pokal und dem letzten Wochenende geht erneut eine Crunch-Time an unsere Zwote. Noch kein enges Spiel ging in dieser Saison verloren.

Nach dem Spiel wieder hier Umarmungen mit dem Gegner, da ein abgelehnter Handschlag, Sprüche, was nun mal so dazu gehört. Es war ein heißes Spiel mit einem glücklichen Sieger.

VfL Lichtenrade-HSV Insel Usedom

Das siebte Spiel der laufenden Saison forderte die weite Anreise des HSV Insel Usedom nach Lichtenrade. Die Männer aus dem Norden waren bis vor der Begegnung ohne Punktverlust und haben ohnehin klare Aufstiegsambitionen.

Früh zeigte sich, dass sich unsere Männermannschaft an diesem Tag in herausragender Form präsentierte. Der Tabellenführer wurde in Schach gehalten und unsere Abwehr harmonierte hervorragend. Die 0:1-Führung für den HSV, zur 30 Sekunde, sollte deren einzige im kompletten Spiel bleiben. In den darauffolgenden Minuten gelang ein konzentriertes Angriffs- und Abwehrspiel, welches zum 15:13-Pausenstand führte. Auch die zweite Hälfte bot keinen Leistungseinbruch unserer Mannschaft. Die Gäste wurden zwischenzeitlich effektiv aus dem Konzept gebracht und so zu einfachsten Fehlern gezwungen. Zu erwähnen ist ebenfalls ein grandioses Torwartspiel auf unserer Seite, welche die nötige Ergänzung zur beweglichen und aggressiven Abwehr darstellte. Jonas Beer erreicht nach langer Verletzungspause immer mehr Betriebstemperatur. Am Samstag konnte er alle Versuche von der 7-Meter-Linie verwandeln. Dass sich Usedom überhaupt sieben 7-Meter zuschulden kommen ließ, untermauert in diesem Spiel die Moral unserer Männer, mit dem nötigen Willen in die Schnittstellen der Abwehr zu ziehen. Die letzten Minuten brachten trotz der starken Leistung Diskussionsmaterial. Bis eine Minute vor Abpfiff konnten unsere Männer die Führung bewahren. Mit VfL-Ballbesitz und einer 1-Tor-Führung, 40 Sekunden vor dem Ende, pfiffen die Schiedsrichter die Partie, nach einer Auszeit, wieder an. Es kam wie es kommen musste. Unser Mannschaft verlor den Ball  (Freiwurf?)und brachte den Gästen nochmals die Möglichkeit den Ausgleich zu erzielen. In aller Abgeklärtheit und trotz Adrenalin geladener Abwehr fiel zur Schlusssirene das 29:29.

Unterm Strich zählen die Männer dennoch ihren ersten Punkt. Gegen den Tabellenführer hat man bewiesen, dass man mit der richtigen Einstellung, mit Sicherheit kein leichter Gegner ist, den man als „Pflichtaufgabe“ ansehen sollte. Der nun allmählich voll genesener Kader lässt nun hoffen, dass der Rest der Saison in dieser Manier weitergespielt wird. Bereits am zweiten November kommt ein weiterer Gegner aus dem Norden in die Hölle Süd. Der Stralsunder HV ist ebenfalls ungeschlagen und auf dem zweiten Platz der OOS-Tabelle.

Abteilungsversammlung Handball

Mit einer herausragenden Beteiligung vom 86 stimmberechtigten Mitgliedern zeigte die Abteilungsversammlung den großen Willen der Mitglieder der Handballabteilung aktiv an den Prozessen und Entwicklungen rund um den Lichtenrader Handball Anteil zu nehmen.

Im Rechenschaftsbericht der Abteilungsleitung wurden
die finanziellen und sportlichen Eckdaten der Handballabteilung erläutert.

Diese sind in jeglicher Hinsicht überragend!

In einer konstruktiven Diskussion konnten sich dann die Handballer im Rahmen der zwei eingebrachten Anträge, diese wurden mit herausragender Mehrheit beschlossen, mit den beiden Vorsitzenden des VfL Lichtenrade austauschen.

Die Versammlung endete mit einem herzlichen Dank der Abteilungsleitung für das so zahlreiche Erscheinen und an die Abteilungsleitung für die geleistete ehrenamtliche Arbeit.

Abteilungsleitung Handball

2. Männer vs. CHC

Am vergangenen Samstag, zur Prime-Time um 20 Uhr in noch gut besuchter Halle nach dem Spiel der ersten Männermannschaft, stand unsere Zweite dem CHC gegenüber.

Für unsere Zweite ging es nach zwei knappen Siegen über Teams, die weiterhin sieglos am Tabellenende stehen, sowie zwei deutlichen Niederlagen gegen Teams von der Tabellenspitze um eine Standortbestimmung. Mit dem CHC präsentierte sich ein Gegner, der bis dahin nur gegen Staffelfavoriten Kreuzberg verloren hatte.

Zum Spiel fehlten auf beiden Seiten einige Stammkräfte. Auf Lichtenrader Seite gab es Unterstützung aus der Jugend und auch der CHC war mit 13 Mann auf dem Bogen nicht ohne Optionen.

Auf ins Spiel, gleich mit einem Zeitsprung: nach 10 Minuten stand es 3:3 und im Grunde hatte man hier schon alle wesentlichen Elemente gesehen, die auch den Rest des Spiels prägen sollten: eine hochmotivierte und agile Angriffsreihe in Gelb und eine energisch zupackende Abwehrformation in Rot auf der einen Seite. Auf der anderen Seite im Positionsangriff überwiegend strukturierte Anläufe von der Zweiten gegen eine Möglichkeiten bietende Abwehr mit einem besonders über außen sicheren Rückhalt im Tor auf Seiten des CHC. Mit einer beliebten Floskel gesprochen: beide Teams neutralisierten sich.

Gegen Mitte der ersten Halbzeit konnte sich unsere Zweite über gute Aktionen in Tor und Abwehr und eine Phase der konsequenten Chancenverwertung durch Julian Seibt und Willi Degen auf 8:5 leicht absetzen, musste dann jedoch über einen 0:4-Lauf erneut einen Rückstand hinnehmen. Zum Ende der Halbzeit noch ein kleiner Lapsus: Torhüter vom Feld für den letzten Angriff, Fehlversuch, keiner kommt raus, Tor leer, nun ja, das müsste noch mal geübt werden. Quittung war ein 10:12 zur Pause.

Die Ansagen für die zweite Halbzeit waren nahe liegend: Intensität in der Abwehr hochhalten, mehr Konzentration und Konsequenz im Angriff. Doch in der gegnerischen Kabine dürften ähnlich originelle Rückschlüsse aus der ersten Hälfte gezogen worden sein und zunächst sah es danach aus, dass die Charlottenburger ihren Plan besser umsetzen würden, sie zogen auf 11:15 weg. Doch dieses Mal hatte unsere Zweite die richtigen Antworten parat, kam durch Tore von Ben, Tim, Will und Pascal mit einem 5:0-Lauf zurück und übernahm wieder die Führung.

Eine Enge Schlussphase begann, es wurde taktiert, geackert, kaum gewechselt, mit dem Erfolg, dass in den letzten 10 Minuten insgesamt nur noch 5 Tore fielen. Zunächst hatte Charlottenburg in der Schlussminute die Chance zur Führung, konnte sie jedoch nicht nutzen, dann gehörte Lichtenrade der letzte Angriff. Eine letzte Auszeit, ein Plan, ein Wurf, leider vorbei. So blieb es beim Unentschieden.

Das blöde beim Unentschieden im Handball ist ja, das jedem Beteiligten mindestens eine Situation im Kopf bleibt, die er anders lösen könnte und schon hätte es gereicht. Doch das wird sich auch der Gegner denken. Unterm Strich war das Unentschieden korrekt, vielleicht hat sogar der Gegner weniger von seinem Potenzial umsetzen können als unsere Jungs.

Ein Dank an die Unterstützer aus der Jugend und den Alten, den Spielern auf der Bank, die ununterbrochen unterstützt und angefeuert haben. Außerdem dem Publikum in der Halle, dass ordentlich Mut gemacht hat sowie dem Gegner für ein faires Spiel. Gerade bei so einem engen Verlauf ist die außergewöhnlich geringe Anzahl an Zeitstrafen und das Ausbleiben von Verletzungen eine eigene Zeile wert.

Beide Mannschaften sehen sich Ende November im Pokal wieder. Für unsere Zweite geht es am kommenden Wochenende zu Blau-Weiß

Nichts zählbares in Grünheide

Nach einem freien Wochenende reiste die Erste Männermannschaft nach Grünheide, um die ersten Punkte in der laufenden Oberliga-Saison zu jagen. Die Heimmannschaft hat sich ihren Saisonstart wohl auch anders vorgestellt und dümpelte bis zu diesen Zeitpunkt im unteren Tabellendrittel. Auch auf dem Papier war dies also eine machbare Aufgabe für unsere Mannschaft.

Ganz gleich der Tabellensituation, haben sich unsere Männer kollektiv den Wecker zu spät gestellt. So wurde das Spiel in Grünheide schlichtweg verschlafen und lief von Anfang an einem Rückstand hinterher. Über ein 3:0 stand es in der zehnten Spielminute 10:6. Ein missglücktes Spiel mit dem siebten Feldspieler brachte dann weitere Unsicherheit in die Köpfe unserer Männer. Streckenweise wurden viel zu leicht Bälle weggeworfen und Pässe missglückt. Die Wurfgefahr aus dem Rückraum war ebenfalls dürftig, dies möge sich aber mit einem immer fitter werdenden Jonas Beer, baldig ändern. Der Halbzeitstand deutete ein torfreudiges Spiel an: 20:13 für die Hausherren.

Schon ab der 20. Spielminute fingen sich unsere Männer. Ein konzentrierteres Angriffsspiel und eine teils gutstehende Abwehr sorgte für eine Partie auf Augenhöhe. Generell standen die Abwehrreihen nun besser und ließen weniger Tore zu. Durch einen starken Schlussspurt konnte die Tordifferenz nochmals aufgebessert werden, trotzdem hieß es zur Schlusssirene 33:29 für Grünheide.

Unterm Strich lesen sich also immer noch keine Punkte für den VfL in der Oberliga Tabelle 2019/2020. Die Saison ist aber noch lang und die kommenden Gegner heißen Usedom und Strahlsund. Auch in diesen Spielen sind Punkte zu wittern. Man weiß nie.

Pokalkrimi in Buckow

Nach einem Freilos in Runde eins des Pokals ging es für unsere zweite Männermannschaft nun in der zweiten Runde nach Buckow.

Buckow, letzte Saison aus der Stadtliga abgestiegen, war auch ein Gegner in der Vorbereitung und man konnte ansatzweise abschätzen, was auf einen zukommt.

Unsere Mannen gecoached von Kevin Rieck und Christian Colditz bekamen die Maßgabe Tempo zu machen und wie so oft angemahnt,  System zu spielen.

So sahen die ersten 10 Minuten ordentlich aus, auch wenn die Abwehr immer wieder zu löchrig war. Es waren die Seitwärtsbewegungen und das fehlende zuschieben, wodurch die Gastgeber immer wieder zu Torabschlüssen kamen. Lendrats Paraden war es zu verdanken, dass man die ersten 16 Minuten immer wieder mit 2 Toren führte.

Obwohl es im Angriff unserer Mannen lief und man immer wieder gute Chancen erarbeiten konnte, wussten die Buckower nahezu immer eine Antwort. So nutzten sie oft den rumänischen Wechsel von „Schulle“ und Deutschendorf wie auch Gericke, um mit schnellen Umschaltspiel die Abwehr auseinanderzureißen.

Und trotzdem waren es die Gastgeber die in der 27. Minute die Auszeit nahmen, nachdem der Toptorschütze des Abends Nakic zum 13:16 einnetzte. Die Trainer Rieck und Colditz sprachen abermals die schlechte Deckungsarbeit an. Es wurde wesentlich mehr Aggressivität gefordert.

Gerade weil diese Aggresivität weiterhin fehlte, ging man letztlich nur mit einem Tor Führung in die Pause. Die beiden Trainer konnten eigentlich nur wiederholen, wozu sie schon die gesamte erste Halbzeit aufriefen. In der Abwehr besser verschieben und aggressiver decken.

Die zweite Hälfte fing erst mal vielversprechend an. Man ging nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich wieder mit zwei Toren in Führung. Abermals konnte man sich wieder nicht absetzten und man ließ Buckow immer besser ins Spiel kommen. Unseren Mannen wurden so auch immer aufgeregter und kamen einfach nicht dazu hinten den Kasten dicht zu machen. Auch in Hälfte zwei war es wiederholt Schlussmann Lendrat zu verdanken, dass die Gastgeber nicht vollends davon zogen.

Es kam zur Umstellung in der Deckung. Gericke blieb nun dauerhaft auf dem Feld und wechselte nicht mehr rumänisch, sodass er mit „Schulle“ zusammen den Mittelblock bildete.  Die Abwehr konnte zwar ab da die Angriffe der Buckower in die Länge ziehen und das ein oder andere Tor verhindern, aber der Gastgeber zog immer weiter davon, da man im Angriff zu oft den Ball hergab.

Bei einem Zwischenstand von 30:25 glaubte von den Außenstehenden wohl keiner mehr, an eine positive Wende. Die Abwehr wurde nun endlich wesentlich bissiger doch auch in Minute 57 lagen die Gastgeber mit 4 Toren in Front. Jetzt setzte die Deckung noch mal einen drauf und unsere zweite Männer schaffte es mit Manndeckung  und einem drei-Torelauf auf eine Tor zu verkürtzen und in der 59. Minute in Ballbesitz zu kommen.

Es hieß nun  volles Risiko gehen. Coach Rieck nahm den Torwart heraus und brachte mit Deutschendorf den siebten Feldspieler. Kurtz spielte einen Wechsel mit Pigeon der über links kam und den Abschluss suchte, welcher allerdings vom Buckower Schlussmann abgewehrt werden konnte. Wo einige Spieler sich damit abfanden, dass eine Aufholjagd unbelohnt blieb, setzte Pigeon nach, rannte zum Ball, der zur rechten Seite abprallte und sprang in den Kreis um sich den Abpraller zu sichern. Er konnte nicht zum Wurf kommen, da der Verteidiger der Gastgeber sich das Spielgerät greifen konnte. Was dem Schiedsrichter zum Glück auffiel, der Verteidiger stand dabei im Raum! Somit gab es Siebenmeter. Nakic übernahm Verantwortung und verwandelte zum 32:32.

Das hieß Verlängerung. Aufgrund der Seltenheit für einige Spieler und Trainer kam noch mal die Nachfrage zum aktuellen Modus. Zwei mal 5 Minuten mit einer Minute Pause. Bei Gleichstand folgt eine zweite Verlängerung. Worauf nach Gleichstand ein Siebenmeterwerfen folgt.

Und nun lieferte unserer Zweiten Mannschaft eine wesentlich konzentriertere Abwehrarbeit sowie sauber ausgespielte Angriffe ab. Auch wenn Buckow in der 68. Minute noch einmal mit einem Tor herran kam, gaben unsere Männer das Spiel nicht mehr her.

Am Ende stand ein 36:39 nach erster Verlängerung. Wenn die zweite Männer wie schon gegen Pankow diese Energie der letzten Minuten doch einfach mal von Anfang an zeigt und schon wesentlich früher in der Abwehr zuschiebt, dann müssten Trainer, Spieler und Zuschauer nicht immer mit einem Puls von 180 zuschauen.

Unterm Strich steht zwar ein auch etwas glücklicher aber vor allem hart erkämpfter Sieg. Es war ein wahrer Krimi.
Jeder einzelne darf bei diesem Spiel auf sich stolz sein und hat seinen Teil dazu beigetragen, damit ein positives Ende möglich wurde.

Die nächste Partie steht am 19.10. auf dem Plan. Dort geht es gegen CHC II in der vertrauten HölleSüd.

Bis dahin verbleiben wir mit sportlichen Grüßen

Zum vierten Spieltag der aktuellen Saison reiste unsere zweite Männermannschaft am Marathonsonntag in den Berliner Osten.

Zu Gast bei Narva III durfte man erneut dezimiert antreten. Nakić und Kurtz fehlten beruflich bedingt, Freis sowie Waldenmeier immer noch verletzt abgemeldet und Petruschke wie auch Torno waren beide ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen nicht mit dabei.

So trat man mit 6 Feldspielern und zwei Torhütern an.

Es ging bei diesem Spiel darum das Optimum herauszuholen und intelligent zu spielen. Über den Ausgang des Spiels, mögliche Ergebnisse und die Frage ob Sieg oder Niederlage wurde nicht gesprochen. “So gut wie möglich verkaufen“ war die Marschroute von Trainer Rieck, der durchaus mit einem Einsatz als Spielertrainer liebäugelte.

Auf der Gegenseite stand die SG Narva III mit voller Bank und legte mit schnellem zielgerichteten Handball los. Auffällig war, dass der Gastgeber immer das 1 gegen 1 suchte und nur selten aus dem Rückraum abschloss.  Bis zur 15 Minute konnte unsere Zweite Mannschaft zumindest mit 5 Toren dran bleiben und immer wieder den Gastgeber ärgern. Aufgrund mangelnder Konzentration und Abschlussfehlern gab man häufig zu schnell den Ball her, um den Abstand gegebenenfalls geringer halten zu können.

Unsere tapfer schuftenden Männer ging aber immer mehr die Puste aus und so kam es, dass wir zur Halbzeitpause mit 18:8 zurücklagen. Da dem Coach nur begrenzte Mittel zur Verfügung standen, war die Anweisung simpel. Das ganze sauber, fair und mit Köpfchen zu Ende spielen. Unnötige Ballverluste abstellen, da diese ohne Wechseloptionen besonders weh tun. In Hälfte zwei zeigte man dann, was alles möglich ist, wenn man seine Angriffe ausspielt und mit Auslösehandlungen arbeitet. So konnte man mit einem 4-Torelauf die SG aufregen und dauerhaft mit einem einstelligen Rückstand durchs Spiel gehen. Ab der 50. Minute kam es dann nun doch zu einem Einbruch, welcher der eingeschränkten personellen Situation geschuldet war.

Hätte unsere Zweite diesen Kampfgeist und diese Einstellung in der Vorwoche an den Tag gelegt, wäre zumindest diese Klatsche zu verhindern gewesen.

Die Mannen von Trainer Kevin Rieck verlieren unterm Strich mit 36:21, haben sich aber teuer verkauft und bewiesen, dass viel spielerisches Potential vorhanden ist, solange man seine Angriffe durchdacht zu Ende spielt.

Am 02.10. gastiert man im Pokal beim SV Buckow und kann bis dahin auf die volle Kaderstärke zurückgreifen.

Bis dahin verbleiben wir mit sportlichen Grüßen

 

Es Spielten:

Kilian Kießling, Christian Löscher (Beide TW), Willi Degen, Kilian Ostach, Riza Ince (6 Tore), Andre Gericke (2 Tore), Pascal Pigeon (5 Tore), Nick Braun (8 Tore)