2. Männer vs. CHC

Am vergangenen Samstag, zur Prime-Time um 20 Uhr in noch gut besuchter Halle nach dem Spiel der ersten Männermannschaft, stand unsere Zweite dem CHC gegenüber.

Für unsere Zweite ging es nach zwei knappen Siegen über Teams, die weiterhin sieglos am Tabellenende stehen, sowie zwei deutlichen Niederlagen gegen Teams von der Tabellenspitze um eine Standortbestimmung. Mit dem CHC präsentierte sich ein Gegner, der bis dahin nur gegen Staffelfavoriten Kreuzberg verloren hatte.

Zum Spiel fehlten auf beiden Seiten einige Stammkräfte. Auf Lichtenrader Seite gab es Unterstützung aus der Jugend und auch der CHC war mit 13 Mann auf dem Bogen nicht ohne Optionen.

Auf ins Spiel, gleich mit einem Zeitsprung: nach 10 Minuten stand es 3:3 und im Grunde hatte man hier schon alle wesentlichen Elemente gesehen, die auch den Rest des Spiels prägen sollten: eine hochmotivierte und agile Angriffsreihe in Gelb und eine energisch zupackende Abwehrformation in Rot auf der einen Seite. Auf der anderen Seite im Positionsangriff überwiegend strukturierte Anläufe von der Zweiten gegen eine Möglichkeiten bietende Abwehr mit einem besonders über außen sicheren Rückhalt im Tor auf Seiten des CHC. Mit einer beliebten Floskel gesprochen: beide Teams neutralisierten sich.

Gegen Mitte der ersten Halbzeit konnte sich unsere Zweite über gute Aktionen in Tor und Abwehr und eine Phase der konsequenten Chancenverwertung durch Julian Seibt und Willi Degen auf 8:5 leicht absetzen, musste dann jedoch über einen 0:4-Lauf erneut einen Rückstand hinnehmen. Zum Ende der Halbzeit noch ein kleiner Lapsus: Torhüter vom Feld für den letzten Angriff, Fehlversuch, keiner kommt raus, Tor leer, nun ja, das müsste noch mal geübt werden. Quittung war ein 10:12 zur Pause.

Die Ansagen für die zweite Halbzeit waren nahe liegend: Intensität in der Abwehr hochhalten, mehr Konzentration und Konsequenz im Angriff. Doch in der gegnerischen Kabine dürften ähnlich originelle Rückschlüsse aus der ersten Hälfte gezogen worden sein und zunächst sah es danach aus, dass die Charlottenburger ihren Plan besser umsetzen würden, sie zogen auf 11:15 weg. Doch dieses Mal hatte unsere Zweite die richtigen Antworten parat, kam durch Tore von Ben, Tim, Will und Pascal mit einem 5:0-Lauf zurück und übernahm wieder die Führung.

Eine Enge Schlussphase begann, es wurde taktiert, geackert, kaum gewechselt, mit dem Erfolg, dass in den letzten 10 Minuten insgesamt nur noch 5 Tore fielen. Zunächst hatte Charlottenburg in der Schlussminute die Chance zur Führung, konnte sie jedoch nicht nutzen, dann gehörte Lichtenrade der letzte Angriff. Eine letzte Auszeit, ein Plan, ein Wurf, leider vorbei. So blieb es beim Unentschieden.

Das blöde beim Unentschieden im Handball ist ja, das jedem Beteiligten mindestens eine Situation im Kopf bleibt, die er anders lösen könnte und schon hätte es gereicht. Doch das wird sich auch der Gegner denken. Unterm Strich war das Unentschieden korrekt, vielleicht hat sogar der Gegner weniger von seinem Potenzial umsetzen können als unsere Jungs.

Ein Dank an die Unterstützer aus der Jugend und den Alten, den Spielern auf der Bank, die ununterbrochen unterstützt und angefeuert haben. Außerdem dem Publikum in der Halle, dass ordentlich Mut gemacht hat sowie dem Gegner für ein faires Spiel. Gerade bei so einem engen Verlauf ist die außergewöhnlich geringe Anzahl an Zeitstrafen und das Ausbleiben von Verletzungen eine eigene Zeile wert.

Beide Mannschaften sehen sich Ende November im Pokal wieder. Für unsere Zweite geht es am kommenden Wochenende zu Blau-Weiß

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Veröffentlicht in Handball News.