VfL Lichtenrade-HSV Insel Usedom

Das siebte Spiel der laufenden Saison forderte die weite Anreise des HSV Insel Usedom nach Lichtenrade. Die Männer aus dem Norden waren bis vor der Begegnung ohne Punktverlust und haben ohnehin klare Aufstiegsambitionen.

Früh zeigte sich, dass sich unsere Männermannschaft an diesem Tag in herausragender Form präsentierte. Der Tabellenführer wurde in Schach gehalten und unsere Abwehr harmonierte hervorragend. Die 0:1-Führung für den HSV, zur 30 Sekunde, sollte deren einzige im kompletten Spiel bleiben. In den darauffolgenden Minuten gelang ein konzentriertes Angriffs- und Abwehrspiel, welches zum 15:13-Pausenstand führte. Auch die zweite Hälfte bot keinen Leistungseinbruch unserer Mannschaft. Die Gäste wurden zwischenzeitlich effektiv aus dem Konzept gebracht und so zu einfachsten Fehlern gezwungen. Zu erwähnen ist ebenfalls ein grandioses Torwartspiel auf unserer Seite, welche die nötige Ergänzung zur beweglichen und aggressiven Abwehr darstellte. Jonas Beer erreicht nach langer Verletzungspause immer mehr Betriebstemperatur. Am Samstag konnte er alle Versuche von der 7-Meter-Linie verwandeln. Dass sich Usedom überhaupt sieben 7-Meter zuschulden kommen ließ, untermauert in diesem Spiel die Moral unserer Männer, mit dem nötigen Willen in die Schnittstellen der Abwehr zu ziehen. Die letzten Minuten brachten trotz der starken Leistung Diskussionsmaterial. Bis eine Minute vor Abpfiff konnten unsere Männer die Führung bewahren. Mit VfL-Ballbesitz und einer 1-Tor-Führung, 40 Sekunden vor dem Ende, pfiffen die Schiedsrichter die Partie, nach einer Auszeit, wieder an. Es kam wie es kommen musste. Unser Mannschaft verlor den Ball  (Freiwurf?)und brachte den Gästen nochmals die Möglichkeit den Ausgleich zu erzielen. In aller Abgeklärtheit und trotz Adrenalin geladener Abwehr fiel zur Schlusssirene das 29:29.

Unterm Strich zählen die Männer dennoch ihren ersten Punkt. Gegen den Tabellenführer hat man bewiesen, dass man mit der richtigen Einstellung, mit Sicherheit kein leichter Gegner ist, den man als „Pflichtaufgabe“ ansehen sollte. Der nun allmählich voll genesener Kader lässt nun hoffen, dass der Rest der Saison in dieser Manier weitergespielt wird. Bereits am zweiten November kommt ein weiterer Gegner aus dem Norden in die Hölle Süd. Der Stralsunder HV ist ebenfalls ungeschlagen und auf dem zweiten Platz der OOS-Tabelle.

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Veröffentlicht in Handball News.