Zweite Männer gegen HSG Neukölln

Trainer Rieck sprach es vorm Spiel an. Es geht nun einmal mehr um Standortbestimmung. Verliert man,
wird der Abstand zu den Topmannschaften erneut größer. Gewinnt man, setzt man sich vom
Mittelfeld ggf. wieder etwas ab.
Mit dem Gegner aus Neukölln reiste eine Truppe in die Hölle Süd, für die es in diesem Spiel vor
darum ging nicht zu weit in das untere Tabellendritten hineinzurutschen.
Es war also umso wichtiger zu Punkten und nicht wie in all den Spielen zuvor, die Entscheidung bis in
die letzte Sekunde hinauszuzögern.
Und trotzdem verlief das erste Spiel wie die Begegnungen zuvor. Der Gegner war es, der die ersten
Tore erzielte. Man konnte allerdings immer wieder ausgleichen. Als die Neuköllner in Minute 10 auf
3:4 stellten, sollte dies die letzte Führung in dieser Partie gewesen sein.
Auf Seiten unserer zwoten Männer waren es öfter die Einzelaktionen, die zum Torerfolg führten.
Erschwerend kam hinzu, dass kein gelernter Rechtsaußen zur Verfügung stand. So arbeitete man
dauerhaft mit dem kurzen Einläufer von Rechts, der an Kreis überging. Das Resultat war, dass man
sich nicht wirklich absetzen konnte und man kam lange nicht über eine 2 Toreführung hinaus. Die
Abwehr stand nicht wirklich schlecht, aber die Lichtenrader Abwehr bekam den 27er der Gäste
nicht in den Griff, bis man diesen in Manndeckung nahm. Hätte man von nun an nicht immer wieder
über unüberlegte Abschlüsse und Fehlpässe den Ball hergegeben, wäre es auch schon ein ganz
anderes Spiel geworden.
Man ging mit einem 15:14 zur Halbzeitpause in die Kabine. Es ist das Übergreifende Wort, das über
jedem Spiel der letzten Wochen unserer zweiten Männer steht.
System. Systematisch Spielen und über durchdachte Aktionen zur Torchancen kommen.
In Hälfte zwei wurde es giftiger und wesentlich körperbetonter und trotzdem dümpelte das Spiel von
den erzielten Toren her ein wenig vor sich hin. Erneut konnte unsere zweite Männer sich nicht
absetzen. Aufgrund unserer zwei starken Torhüter gab man allerdings zu keinem Zeitpunkt die
Führung im zweiten Abschnitt her. Selbst als Abwehrchef Schulle wegen angeblichen Meckerns zwei
mal zwei Minuten bekam, konnte die Mannschaft die Führung halten und in einem Schlusspurt auf 5
Tore ausbauen.
Am Ende steht ein 32:27 Heimsieg, der unterm Strich eventuell souveräner aussieht, als er war.
Dennoch ein verdienter Triumph, mit dem die Mannschaft beweist, dass Sie hinten raus ein enges
Resultat erfolgreich nach Hause bringen kann.
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