Ultras Lichtenrade peitschen die Erste Männer zum Sieg

Derbytime in der Hölle Süd. In eisiger Halle (aufgrund ausgefallener Heizung) und trotzdem explosiver Stimmung konnte die Erste Männermannschaft endlich die ersten zwei Punkte der OOS-Saison einfahren. Normalerweise sollten die Tegler in ihren nördlichen Breitengraden kühlere Temperaturen gewohnt sein, jedoch nicht an diesem Abend. Die „Eishölle-Süd“ bot für die Gäste nichts weiter als eine Machtdemonstration, sowohl auf der Tribüne, als auch auf dem Feld.

Die wohl beste Fanleistung, die diese Liga gesehen und gehört hat, stimmte unsere Männer schon früh auf das Spiel ein. Nach bisher unglücklichem Auftreten konnten wir aus neun Spielen nur einen einzigen Punkt holen. Zwar wurden die Leistungen nach und nach besser, doch gab es zuletzt, in Altlandsberg, eine deutliche Niederlage. Auch die Ausfälle von Leistungsträgern plagen die Mannschaft weiter. Patrick Schillkowski wird nun abermals für geraume Zeit ausfallen und Jonas Beer, der diese Saison nur unzufriedenstellend, sporadisch spielen konnte, erkrankte vor dem Wochenende und stand gegen Tegel nicht zur Verfügung.

Die ausgedünnte Personalsituation hat man im Spiel zu keinem Zeitpunkt gemerkt. Hauptsächlichen Anteil daran haben die Ultras Lichtenrade, die durchgängig den achten Mann stellten und die Unsicherheit in Tegler Köpfe brachten. Durch technische Fehler der Gastmannschaft und einer fulminanten, mobilen Lichtenrade-Abwehr waren die Tegler-Tagträume, im Süden etwas mitzunehmen, schon früh zerplatzt. Auf einen 4:0-Lauf folgte ein 4:1-Lauf und zur 12. Spielminute zeigte die Tafel 8:1. Auch wenn sich die Torsituation im weiteren Spielverlauf ausgeglichener gestaltete, so spielte unsere Mannschaft die Partie kühl von vorne zu Ende. Vor allem Anton Buschkow bewies sich in der ersten Halbzeit als treffsicher und verhalf zum 16:8-Halbzeitstand. Auch unsere Gäste aus dem Norden spielten eine kühle Partie und lagen zur 41. Spielminute zwischenzeitlich mit elf Toren hinten. Tim Ehmke war es, der den Spielstand auf 24:13 brachte. Im letzten Drittel ließ Männer-Trainer Stefan Krai dann ein Paar A-Jugend Spieler Praxis sammeln, wodurch Nico Runge zu seinen ersten zwei Toren in der Männer Oberliga-Ostee-Spree kam. Den Teglern gelang es den Spielstand etwas zu marginalisieren, spannend wurde es aber nicht mehr. Der Endstand zeigte ein 31:25.

Im Nachhinein mag die Dominanz an diesem Tag zu einer Menge Selbstvertrauen verhelfen. Klar ist aber auch, dass, wenn man einen zugegeben frühen Blick auf das Rückspiel wirft, Tegel ganz und gar kein Selbstläufer ist. Die vergangene Saison in Tegel oder das letzte Spiel in Altlandsberg haben gezeigt, dass man selbst, schnell unter die Räder kommen kann. Zu einer solchen Leistung gehört Aufopferungswillen, Bereitschaft und Konzentration. Die folgenden Spiele offenbaren alle Punktepotenzial, dazu muss aber die Fokussierung konserviert werden. Bevor es zum Derby der Derbys, am 30.11 (19:15 Uhr), zum BFC Preussen geht, wartet der erste Pokalgegner auf die Erste Männer. Die Verbandsligamannschaft der SG Hermsdorf Waidmannslust empfängt uns am Sonntag (24.11) um 18:00 Uhr in ihrer Halle.

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Veröffentlicht in Handball News.