Ü32: VFL Lichtenrade – TSV Rudow

Gerne nehmen wir mal die Gelegenheit war, hier einen Spielbericht zu unserem letzten Spiel gegen den TSV Rudow in heimischer Halle zu platzieren. Sonst ja nicht unbedingt darum bemüht an dieser Stelle literarisch zu glänzen, fühlen wir uns auf Grund eines Spielberichtes des Gegners TSV Rudow genötigt, ein paar Absätze selbst zu formulieren und richtig zu stellen:

Nachdem unser Spiel seitens des TSV Rudow 3 Tage zuvor abgesagt wurde, da dort zu wenig Spieler vorhanden seien, insistierte die Mannschaftsleitung des VFL Lichtenrade, nahm die geschenkten Punkte nicht an und gab der Fairness halber dem TSV Rudow weitere Zeit, noch Spieler zu finden. Und zur Überraschung aller (vielleicht auch zu der des gegnerischen Trainers?) traten dann letztlich am Samstag 11 Spieler des TSV Rudow gegen uns in der Zescher Straße an. Gut so, denn wir wollen ja Handball spielen und keine geschenkten Punkte verwalten.

Das Spiel gestaltete sich für uns jedoch als sehr schwierig und wir waren zu keinem Zeitpunkt an diesem Tag in der Lage, auf Augenhöhe mit dem TSV Rudow zu agieren. Sowohl eine schwache Angriffsleistung, als auch Abstimmungsschwierigkeiten und individuelle Fehler in der Abwehr zogen sich durch unser Spiel. Somit war die Niederlage für uns in Höhe von 33:22 (16:10) mehr als berechtigt.

Deshalb gratulieren wir dem TSV Rudow – wie auch schon direkt nach dem Spiel – zum verdienten Sieg.

In der Nachschau hat es jedoch den Eindruck, dass der Verfasser des Beitrags auf der Website des TSV Rudow nicht in voller Gänze dem Spiel folgen konnte und einige Details übersehen hatte. Lediglich um sein Gedächtnis aufzufrischen und einen anderen Blickwinkel auf die Ereignisse des Spiels zu bieten, hier nur ein paar Stichpunkte (quasi ein „Best-Of“) aus Lichtenrader Perspektive:

  • Frontalschlag eines Rudower Abwehrspielers in den Magen des angreifenden Lichtenrader Spielers beim erweiterten Tempo-Gegenstoß.
  • Ellenbogenschlag gegen das Gesicht eines Lichtenrader Abwehrspielers beim „Überzieher“ durch den gleichen Rudower Spieler.
  • Mehrere Schläge ins Gesicht durch Rudower Mittelblockspieler gegen Rückraumspieler des VFL Lichtenrade.
  • Würgen von hinten am Hals eines Lichtenrader Angriffsspielers durch einen Rudower Abwehrspielers.
  • Frontaler, direkter Gesichtstreffer auf den Lichtenrader Torwart aus fast unbedrängter Position vom Rudower Linksaußen-Spieler.
  • Höhnisches Gelächter, Beschimpfungen und Applaudieren gegen Gegner und Schiedsrichter seitens der Bank des TSV Rudow
  • Rudelbildung mehrerer Spieler sowie eines Betreuers des TSV Rudow um den Schiedsrichter nach strittiger Szene.
  • Mehrfaches, massives Ignorieren des Kleberverbots in der Halle durch Spieler des TSV Rudow, inkl. Androhung von Spielabbruch durch den Schiedsrichter.

Im Übrigen: Unsere Jungs waren sicher auch keine Engel und bei einer überforderten Spielleitung kann dies schnell auf beiden Seiten unschön werden…

Im Großen und Ganzen gibt es jedoch ein „Shake-Hands“ nach dem Spiel und man kann wieder ein Bier trinken gehen – wenn auch einzelne bestimmt nie die besten Freunde miteinander werden.

Abschließend bleibt nunmehr zu hoffen, hiermit die Erinnerung des Verfassers des Rudower Spielberichts ein wenig aufgefrischt zu haben und dass dies bei seiner Reflektion hilfreich ist. Falls nicht wäre dem TSV Rudow zu raten, in Zukunft vielleicht eine dem Verfasser nahe stehende Fachperson zur Seite zu stellen, welche bei der Auswertung des Spiels und der anschließenden Veröffentlichung behilflich sein kann.

Wir wünschen den Spielern des TSV Rudow für den weiteren Saisonverlauf alles Gute, verletzungsfreie Zeiten und bleibt gesund.

Veröffentlicht in Handball News.