Faktencheck – Handballsport Lichtenrade

HB-Faktencheck-11062020

Liebe SportlerInnen, TrainerInnen, Eltern und Unterstützer,

der Gesamtverein VfL Lichtenrade wurde von der Gründung eines neuen Sportvereins in Lichtenrade genauso überrumpelt, wie die meisten von euch wahrscheinlich auch.

Natürlich gab es in den vergangenen zwei Jahren Differenzen. Der Vorstand des Gesamtvereins möchte jedoch betonen, dass der Handball von herausragender Bedeutung für den VfL Lichtenrade ist und auch immer war. Bei den Streitigkeiten ging es ausschließlich um einzelne Inhalte und es wurde nie irgendein Engagement kategorisch in Frage gestellt. Die Probleme betrafen fast ausschließlich den Bereich der Finanzen im Umfeld der ersten Männermannschaft. Auch handelte es sich nie um unbegründete Vorstöße, sondern stets um von spezialisierten Steuerberatern oder dem Bereichsleiter Finanzen des LSB als problematisch bestätigte Themen. Seitens des Vorstands ging es nie um mangelndes Verständnis für die Notwendigkeit der Ausgaben oder darum diese zu verbieten, sondern darum, diese in Zukunft so umzusetzen, dass sie nicht mehr problematisch sind. Leider jedoch haben sich die Fronten in Bezug auf einzelne maßgeblich verantwortliche Personen in der Leitung der Handballabteilung so stark verhärtet, dass es keine erfolgreiche Zusammenarbeit mehr gegeben hat und einige Dinge nicht so gelaufen sind, wie sie hätten laufen müssen. Die Mediation mit Hilfe des Landessportbundes, um die sich der Vorstand sehr bemüht hat und in die große Hoffnung gesetzt wurde, wurde leider von den Vertretern der Handball-Abteilungsleitung nicht angenommen und nicht zu Ende geführt.

Aber auch vor dem Hintergrund der bestehenden Konflikte kann in den Augen des Gesamtvereins und auch zahlreicher verärgerter Handballer damit nicht dieser Bruch mit der langen Handballtradition im VfL gerechtfertigt werden. Kategorisch nicht zu rechtfertigen ist außerdem die Art und Weise, in der diese Abspaltung von den Verantwortlichen erzwungen wird. Die Lichtenrader Handballer wurden ihres demokratischen Mitspracherechts beraubt und von den Verantwortlichen vor vollendete Tatsachen gestellt. Sportkameraden, die sich für einen Verbleib im VfL aussprechen, anderweitig kritisch äußern oder nur noch nicht entschieden haben, werden unter Druck gesetzt oder sogar beschimpft. Sportler und Eltern werden überrumpelt und mit höchst fragwürdigen Versprechungen zum Lichtenrader SV gelockt. Diese Abwerbungsbemühungen sind weiterhin in vollem Gange.

Der VfL Lichtenrade sieht sich im Interesse aller Lichtenrader Handballer daher in der Pflicht, über die bei der Abwerbung gemachten Versprechungen aufzuklären.

Bezüglich der zur Verfügung stehenden Hallenzeiten ist zu berücksichtigen, dass sämtliche von den Mannschaften des VfL bisher genutzten Trainingszeiten bis zur nächsten Vergaberunde durch das Bezirksamt dem VfL Lichtenrade rechtswirksam zugewiesen sind. Bis zum 01.10.2020 hat der Lichtenrader SV nach aktuellem Stand keine Hallenzeiten und kann sich auch nicht einfach über die Prozesse und die Autorität des Bezirksamtes hinwegsetzen. Auch danach ist nicht garantiert, dass Hallenzeiten zur Verfügung stehen, da der neu gegründete Verein zunächst von der zuständigen Senatsverwaltung für sportförderungswürdig befunden werden muss.

Vorher besteht kein Anrecht auf Hallenzeiten. Dazu sind bestimmte Prüfungen notwendig und der Landessportbund (LSB) muss angehört werden. Bei allen beteiligten Organisationen ist zu Corona-Zeiten nicht von einer schnellstmöglichen Bearbeitung auszugehen. Es besteht also sogar das Risiko, dass der Lichtenrader SV erst zum nächsten Turnus im Frühjahr 2021 Hallenzeiten erhält.

Der neu gegründete Verein ist außerdem noch nicht Mitglied im Handball-Verband Berlin (HVB). Ohne diese Mitgliedschaft ist weder eine Teilnahme der Mannschaften am Spielbetrieb, noch eine Übertragung der Spielrechte an den Lichtenrader SV möglich.

Auch der Versicherungsschutz des LSB für Unfälle und Haftpflicht ist nicht gegeben, da dieser erst durch die Mitgliedschaft im HVB und dessen Mitgliedschaft im LSB zustande kommt. Für eine Mitgliedschaft im HVB ist es notwendig, dass das Präsidium sich für die Aufnahme entscheidet, nachdem die Mitgliedsvereine (auch der VfL) Einwände äußern durften.

Ebenfalls nicht möglich ist eine Übertragung der Startplätze in den Erwachsenen-Ligen. Erwachsenen-Mannschaften des Lichtenrader SV müssen nach bisherigem Informationsstand in den untersten Ligen starten. Aus Sicht des Vorstands ist es fragwürdig, ob die Teams des Lichtenrader SV überhaupt nächste Saison spielen können, da der Meldeschluss beim HVB am 15.05. war. In den Jugendligen kommt ein Punktesystem zum Einsatz. Bei den Erwachsenen jedoch bleibt der Startplatz beim VfL Lichtenrade. Der VfL wird diese Startrechte wahrnehmen. Sportler, die beim VfL Lichtenrade in den entsprechenden Ligen spielen wollen, haben in jedem Fall Vorrang vor allen anderen etwaigen Interessenten an diesen Startrechten.

Der Satzung entsprechend wird der Gesamtvorstand nach dem Rücktritt der Abteilungsleitung die kommissarische Leitung der Handballabteilung übernehmen, bis die Abteilung sich selbst auf dem sportlich demokratischen Wege eine neue Leitung wählen kann. Der Vorstand wird alle in seiner Macht stehenden Maßnahmen ergreifen, um den SportlerInnen, die im VfL Lichtenrade Handballsport betreiben wollen, dies zu ermöglichen.

Insbesondere wird darauf hingewiesen, dass sowohl Kündigungen der Mitgliedschaft, als auch Niederlegungen des Spielrechts zurückgezogen werden können.

Mit sportlichen Grüßen

Der Vorstand des VfL Lichtenrade 1894 e.V.

Zur Zukunft des Handballsports im VfL Lichtenrade

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Liebe SportlerInnen, TrainerInnen und BetreuerInnen der Handballabteilung,
Liebe Eltern,

auch der Gesamtvorstand des VfL Lichtenrade wurde Anfang dieser Woche vom Rücktritt des Vorstands der Handballabteilung überrascht.

Seit dem Rücktritt des damaligen Geschäftsführenden Vorstands auf der Mitgliederversammlung 2018, konnte der dann neu gewählte Vorstand leider kein gemeinsames Verständnis mehr über die Vereinsführung mit der Leitung der Handballabteilung erreichen. Obwohl der Vorstand ein derzeit noch laufendes Mediationsverfahren unter Führung des Landessportbund Berlin (LSB) initiiert hatte, um einen einvernehmlichen Interessensausgleich zu erreichen, ist die Handballabteilungsleitung ohne vorherige Ankündigung zum 1. Juni 2020 zurückgetreten und hat gleichzeitig ihren Vereinsaustritt erklärt. An dieser Stelle möchte der Vorstand betonen, dass die Differenzen ausschließlich im finanziellen und organisatorischen Bereich lagen. Mit Hilfe eines Mediators des LSB sollte daher eine für alle Seiten tragbare Finanzordnung erarbeitet werden, um die finanziellen Freiräume, insbesondere für die 1. Männermannschaft, optimal ausschöpfen zu können. Auf den Sportbetrieb hat der Geschäftsführende Vorstand nie Einfluss genommen, sondern er hat die Abteilungsleitung stets unterstützt und ihr die größtmöglichen Freiheiten gewährt.

Gleichzeitig mit dem Rücktritt der Abteilungsleitung wurde ein neuer Verein in Lichtenrade – Lichtenrader SV – gegründet, der in direkter Konkurrenz zum VfL Lichtenrade stehen soll. Derzeit laufen massive Abwerbungsversuche bei Trainern, Spielern und Mannschaften. Die dabei gemachten Versprechungen sollte jeder selbst hinterfragen, ob sie einer kritischen Überprüfung standhalten. Uns ist z.B. zugetragen worden, dass den Mannschaften im Erwachsenenbereich versprochen wurde, auch in der kommenden Saison in derselben Spielklasse antreten zu können. Gemäß der Spielordnung des Deutschen Handballbund – DHB § 41 (1) – ist aber eine Spielklassenübertragung an einen neuen Verein nicht möglich, da im VfL Lichtenrade auch weiterhin Handball gespielt werden wird.

Der Vorstand des VfL Lichtenrade betont hiermit, dass unsere Handballabteilung unter einer neuen Leitung weiterbestehen wird. Gleichzeitig möchten wir allen Handballern im VfL Lichtenrade versichern, dass der Vorstand alles ihm Mögliche unternehmen wird, euch eine familiäre Heimat zur Ausübung des tollen Handballsports zu bieten. Unser besonderer Dank gilt denjenigen, die uns bereits in den vergangenen Tagen ihre Unterstützung für den anstehenden Änderungsprozess angeboten haben.

Wir arbeiten gerade mit Hochdruck an einem Konzept für eine erfolgreiche Zukunft des Handballsports im VfL Lichtenrade. Gespräche mit dem Handball-Verband Berlin (HVB) haben bereits stattgefunden und auch die Zusammenarbeit mit dem Landessportbund Berlin wird fortgesetzt. Meldet euch bitte in unserer Geschäftsstelle, wenn ihr an diesem Zukunftskonzept aktiv mitwirken möchtet.

Für die nächste Woche ist ein Treffen des Gesamtvorstands geplant und in den nächsten Tagen werden wir uns mit den Trainern der Handballabteilung über ihre Zukunft austauschen.

Der Geschäftsführende Vorstand des VfL Lichtenrade 1894 e.V.

gez. Hendrik Feuersänger                       gez. Daniel Deppisch
– 1. Vorsitzender –                                      – 2. Vorsitzender –

gez. Marten Siefker                                   gez. Gabriela Lehmann
– 1. Kassierer –                                            – 2. Kassiererin –

gez. Lutz Henckel                                     gez. Gabriele Casperson
– Leiter Öffentlichkeitsarbeit –               – Schriftführerin –

gez.  Sabrina Giffhorn                              gez. Tim Rudolph
– Liegenschaftswartin –                            – Jugendwart –