Mit Qualität aus der A-Jugend: Lichtenrade II gewinnt beim CHC 27:28

Freitagabend, 21. Februar, die zweite Männermannschaft des VfL Lichtenrade tritt an beim CHC. Nach zwei Niederlagen in Folge geht es um den letzten Strohhalm, gegen einen direkten Mitbewerber noch den Anschluss an die Aufstiegsplätze zu halten. Der direkte Vergleich gegen den CHC in dieser Saison ist durchwachsen. Nach einem umkämpften 21:21 in der Hinrunde in eigener gut besuchter Halle mit lautstarker Unterstützung von der Tribüne, sah man sich ein zweites Mal im Pokal wieder und ging dort in der Halle des Gegners mit 33:18 baden.

Wie schon in den beiden Spielen zuvor fehlen der Zwoten einige Stammspieler, sieben A-Jugendliche helfen aus, nur der 53jährige Torwart hebt das Durchschnittsalter über die 20er Linie.

Trainer Kevin entscheidet sich für eine 3:2:1-Abwehr, ein System, das in dieser Saison schon mehrfach erprobt wurde und über einen Überraschungsmoment hinaus in der Regel nicht lange hielt. An diesem Tag zeigt die Aufstellung früh Wirkung. Der Druck, den CHC ansonsten über die anlaufenden Halbpositionen macht, bleibt aus. Der Gegner wird in lange Angriffe gezwungen und kommt kaum spielerisch zum Torabschluss. Der Lichtenrader Angriff zeigt sich gegenüber der Vorwoche deutlich ideenreicher, allein über die Außenposition gehen die Duelle zu oft zugunsten des gegnerischen Torhüters aus. Zunehmend kommt die Zwote zu Ballgewinnen in der Abwehr, die zu schnellen Kontern mit Torerfolg führen. Bereits nach 9 Minuten wird der Gegner so beim Stand von 3:7 zur Auszeit gezwungen.

Tatsächlich kommt der CHC noch mal auf bis 1 Tor heran (8:9), was allerdings weniger dem Finden neuer Mittel, als dem gut aufgelegten Torhüter zu verdanken ist. Doch dann zieht die Zwote weg. Das 8 Tor in der 18. Minute soll das letzte Feldtor der Charlottenburger in der ersten Halbzeit bleiben, die sich immer mehr an der 3:2:1-Deckung die Zähne ausbeißen und bei ihren Abschlussversuchen wahlweise an Torhüter Kevin scheitern oder das Tor nicht treffen. Nur per Siebenmeter gelingt in der 29. Minute der Anschluss auf inzwischen 9:12.

Schließlich geht es mit 9:14 in die Pause.

Die Atmosphäre ist gut und gelöst, das taktische Konzept ist voll aufgegangen, nur der Ausfall von Willi drückt die Stimmung. Natürlich fallen auch warnende Worte wie „Konzentration hoch halten“, „weiter Druck machen“, doch nach dem Eindruck der ersten Hälfte glaubt im tiefsten Innern kaum jemand ernsthaft, das der CHC noch neue Mittel findet. Nun ja…

Das Unheil kommt auf leisen Sohlen und drückt sich zunächst einmal darin aus, dass die Zwote die Chance verpasst, sich weiter abzusetzen und die Charlottenburger einfach nicht die Köpfe hängen lassen, ohne spielerisch wirklich etwas Neues zu bieten. Doch während die „Gelingquote“ auf der einen Seite abnimmt, steigt sie auf der anderen. Charlottenburg setzt mehrmals zur Aufholjagt an, erzielt jetzt vor allem Treffer aus dem gebundenen Spiel, belohnt sich aber nicht im schnellen Gegenstoß. 4 ½ Minuten vor Schluss liegt die Zwote durch einen soeben verwandelten Siebenmeter immer noch mit 23:28 vorne. Dieser Treffer wird jedoch der letzte bleiben und in der Schlussphase bekommt der CHC dann doch noch einen zweiten Atem und wittert seine Chance heranzukommen, zumal die Zwote in den letzten vier Minuten nicht mehr in voller Besetzung, eine knappe Minute sogar in doppelter Unterzahl spielt. Es geht jetzt nur noch darum, den Vorsprung über die Ziellinie zu retten, lange im eigenen Ballbesitz zu bleiben und vor allem das Spiel insgesamt zu „versachlichen“ und Hitzigkeit zu vermeiden. Bis auf ein Tor kommt der CHC noch heran. Eine halbe Minute in Unterzahl ist noch zu überstehen, natürlich gegen eine Manndeckung. 8 Sekunden vor dem Abpfiff die Auszeit, ein letztes Einschwören der jungen Spieler, cool bleiben, Überblick behalten, 8 Pässe. Es werden nur 4, dann geht der Ball verloren, jedoch in Höhe der Mittellinie. Charlottenburg schafft es nicht mehr, daraus eine Angriffsaktion zu entwickeln. Abpfiff. Sieg!

Es gibt Respekt vom fairen Gegner. Erleichterung in den eigenen Reihen und erst so langsam kommt auch Stolz auf. Schließlich haben an diesem Abend gerade die A-Jugendlichen eine echte Nagelprobe überstanden. Die Torhüter haben sich das Spiel im Nachhinein günstig geteilt. Und Trainer Kevin hat unterstützt von Mario das Spiel gut gelesen und die Mannschaft perfekt auf diesen Gegner eingestellt.

Zur Belohnung erhält sich die Mannschaft die theoretische Möglichkeit, noch einmal in den Kampf um die Aufstiegsplätze einzugreifen. Der direkte Vergleich mit dem besser platzierten CHC fällt jedenfalls schon mal zugunsten des VfL Lichtenrade aus.

 

Es spielten: Willi (früh ausgefallen, gute Besserung!), Kilian O. (1 Tor), Alex, Justin (5 Tore, davon 1 Siebenmeter), Finley (9), Riza (5), Jonas, André, Julian (5/2), Nick (3).

Im Tor: Kevin K., Kilian K.

Auf der Bank: Kevin Rieck, Mario Riemer

Herbe Auswärtsniederlage in Spandau

Langsam wird es eng. Obwohl der Wille bei der Ersten Männer zu spüren ist wird die Luft im Tabellenkeller dünner. In der berühmten Spandauer Heimhalle wollte sich unsere Mannschaft nicht aufs Glatteis führen lassen.

Der Start in die Rutschpartie ließ gleich jede Hoffnung im Keim ersticken. Die Schwierigkeiten mit einem harzlosen Ball führten zu einfachen technischen Fehlern und der gewöhnungsbedürftige Untergrund verlangsamte die Partie enorm. Aus dem Rückraum ging an diesem Tag wenig und in der Abwehr war die Körperlichkeit stellenweise nicht vorhanden. Zur Halbzeit stand es 18:10 für die Heimmannschaft.

Im der zweiten Hälfte ließ sich nichts umbiegen. Die Spandauer spielten ihr Spiel und unsere Männer versuchten Selbiges – taten sich aber immer wieder schwer. Die große Aufholjagd blieb erspart und zum Abpfiff stand es 35:25.

Mit einem Wochenende Pause kann sich nun die Erste an die Neusortierung der Kräfte machen und endlich mal alle Krankheiten auskurieren. Mit dem Heimspiel gegen Grünheide, am 29.02, läutet der Schlussspurt der Saison ein, bei dem noch einige Punkte fallen sollten, damit der Klassenerhalt realistisch ist.

Knappe Derby-Niederlage für die Erste Männer

Es mussten wieder Punkte her um den Klassenerhalt zu realisieren. Nach einem engen Hinspiel standen die Vorzeichen nicht schlecht, den blau-weißen in Lichtenrader-Halle die Punkte wegzunehmen.

Ein stürmischer Beginn untermauerte Derby-Qualität. In einem kampfbetonten Spiel waren regelmäßig die Gliedmaßen im gegnerischen Gesicht und auch die Schiedsrichter ließen sich von der Aufregung mitnehmen. So wurde beispielsweise Jonas Beer früh mit einer 2-Minuten Strafe verwarnt, nachdem ein Spieler der Gastmannschaft ohne Fremdeinwirkung, elegant ins Leere gefallen ist. Hoffentlich wird hier zukünftig an der Motorik gearbeitet, damit schmerzhafte Verletzungen ausbleiben. Mit einer kurzen Schwächephase brachten sich unsere Männer kurzzeitig mit drei Tore in Rückstand, hielten jedoch Anschluss und glichen zur 28. Spielminute wieder aus (11:11).

Im zweiten Abschnitt schwächte dann früh Jonas Beer die Spielroutine unserer Mannschaft. Mit einem unnötigen einsteigen im Gegenstoß holte er sich die Rote Karte und durfte sich auf die vollen Ränge begeben. In der Schlussphase wurde es dann nochmal richtig spannend. Die Gastmannschaft ließ ein ums andere Mal ihre Möglichkeiten offen und Alexander Barth konnte zur 57. Minute wieder zum Gleichstand netzen. In der letzten Minute kassierten wir jedoch das 22:23, welches wenige Momente später den Endstand besiegeln sollte.

Traurige Nachricht

Liebe Handballer des VfL Lichtenrade,

 der Abteilungsleitung wurde soeben mitgeteilt, dass unser langjähriges Mitglied der Handballabteilung

–Adolf Zägenhagen- verstorben ist.

Diese Nachricht hat uns sehr traurig gestimmt.

Wir sind bestürzt, dass sich Adolf nicht mehr von seiner schweren Krankheit erholen konnte.

Adolf war ein Mensch, der anderen Menschen viel Gutes tat, Verantwortung in der Handballabteilung

übernahm und das Ehrenamt bescheiden ausfüllte.

Die „Lichtenrader Handballgemeinde“ trauert und wird ihn schmerzlich vermissen.

Die Handballabteilungsleitung des VfL Lichtenrade 1894 e.V. wünscht im Namen aller Mitglieder/innen 

der Handballabteilung, Ihnen liebe Familie Zägenhagen, die Kraft diesen Schicksalsschlag auszuhalten.

Das Mitgefühl der Handballer/innen des VfL Lichtenrade ist Ihnen sicher.

 

Eure Handballabteilungsleitung

Spielbericht VfL Lichtenrade-Ludwigsfelder HC

Erste Männer erleidet herbe Klatsche gegen Ludwigsfelde

Aufwachen hieß es an diesem Handball-Samstag. Es sollte ein düsterer Tag für die Erste Lichtenrader Männermannschaft werden. Zuletzt auf gutem Niveau spielend drückt nun ein herber Rückschlag auf das Gemüt und Selbstbewusstsein. Ein Tag zum vergessen.

Nach einer stärkeren Anfangsphase erfolgte der tiefe Bruch ab der 10. Spielminute. 14. Minuten blieb unsere Männer in der Folge ohne Tor, und erzielte in der gesamten ersten Hälfte nur sechs. Eine desaströse Vorstellung, geprägt von Unsicherheit und Ratlosigkeit, zu dessen Anfang eine unterirdische Abwehrleistung stand. Mit einem 6:19 ertönte die Halbzeitsirene.

Ludwigsfelde agierte in der Folge weiterhin abgezockt, konnte aber das Spiel nicht weiter alleine steuern. Endlich zeigten unsere Männer akzeptable Gegenwehr, höhere Laufbereitschaft und Kampfgeist. Jedoch schwächten sie sich durch unkluge Abwehraktionen punktuell selbst und sorgten durch die miserable Arbeitsleistung der ersten Halbzeit dafür, dass der Abstand zu groß war, um es nochmal spannend werden zu lassen. Ein langweilig, einseitiges Heimspiel endete so mit einem 22:36.

Am kommenden Wochenende kommt ein näherer Tabellennachbar und ein erneutes Berlin-Derby in die Zescher Straße. Hoffen wir auf eine übertriebene Wiedergutmachung unserer Jungs, auch um die Klassenerhaltschancen zu wahren.