HV GW Werder e.V. vs. VfL Lichtenrade

Misslungener Start ins neue Jahr

Mit der ersten Männermannschaft des HV GW Werder e.V. hat unsere Erste das Jahr 2019 abgeschlossen. Am letzten Samstag vor Weihnachten, verlor unsere Mannschaft gegen die Werderaner zuhause mit vier Toren. Doch das erste Spiel im Jahr 2020 sollte gleich eine Möglichkeit zur Revanche bieten.

Nach dem durchwachsenen Handballjahr 2019 war die Motivation in unseren Reihen im Vorfeld groß. Auch die Heimmannschaft war sich der Aufgabe bewusst und eröffnete ein hartes Aufeinander treffen. Früh in Hälfte eins zeigten unsere Männer jedoch alt bewährte Schwächen. Einfache technische Fehler schenkten den Gastgebern immer wieder Tore und in der Offensive fehlte die Präzision im Abschluss. Die Qualität unserer Jungs blitzte temporär auf, konnte jedoch durch abgezockte Spielweise der Hausherren nie zur Entfaltung kommen. Ein 16:11 besiegelte das Zwischenfazit.

Der zweite Durchgang sollte keine Spannung mehr aufbauen. Werder gelang es in der Folge den Vorsprung nach und nach auszubauen, profitierte dabei immer wieder von einer schlechten, defensiven Spielstruktur unserer Männermannschaft. Die Lücken waren entsprechend der fehlenden Laufbereitschaft, über weite Strecken einfach zu groß. Der Endstand beträgt 31:22.

Einspruch der mA abgelehnt! Ein Neujahrsgruß mit Folgen?

Der Einspruch zum Spiel der mA in Rostock wurde vom Verbandsgericht abgelehnt.
Beim Spiel in Rostock wurde ein Tor für den VfL nicht gegeben. Der Spielball ging durch ein Loch im Obernetz. Die Schiedsrichter entschieden auf Abwurf, der Ball lag auf dem Netz.
Nach dem Spiel begaben sich die Schiedsrichter mit den Lichtenrader Betreuern zum Tor.
Dort wurde das Loch entdeckt und der Handball hindurch gesteckt. Das Loch im Netz war also groß genug. Die Schiedsrichter entschuldigten sich.
Nun die Entscheidung des Verbandsgerichts auf der Grundlage der Aussage der Schiedsrichter die seinesgleichen sucht:

„Die Schiedsrichter sagten in ihrer Stellungnahme aus, dass sie den Ball nicht im Tor gesehen haben. Bei der Inaugenscheinnahme des Tornetzes nach dem Spiel haben sie wohl ein Loch im Oberteil des Netzes festgestellt, jedoch bei der Überprüfung der Größe des Loches mit dem Spielball habe der Ball nicht durch dieses Loch gepasst.“

Die Abteilungsleitung wird nun überlegen wie mit diesem Sachverhalt umgegangen wird.
Fakt ist: Im Beisein der Schiedsrichter wurde der Ball durch das Loch im Obernetz gesteckt. Die Aussage der Schiedsrichter kann so nicht ohne Konsequenzen bleiben.
Eure
Abteilungsleitung

Tim Grüner und Florian Billepp starten durch

Beide haben das Handballspielen beim VfL Lichtenrade erlernt. Sie wurden hier für das SLZ gefördert und konnten sich dann bei den Füchsen Berlin durchsetzen.
Das war für die Trainer in Lichtenrade, Darius und Stefan Krai, keine Überraschung.
Die Talentschmiede beim VfL Handball zeigt damit eindrucksvoll, dass es junge Spieler aus Lichtenrade weiterhin in die deutsche Jugendspitze schaffen können. Auch wenn es für uns immer wieder einen Leistungsverlust bedeutet, freut sich die Lichtenrader Handballgemeinde über die Entwicklung und die Erfolge der Jungs.
So wurden beide Dritter im Deutschland-Cup 2019 und sie trugen maßgeblich zu diesem Erfolg der Berliner Auswahl bei.
Tim wurde ins All Star Team berufen und vielleicht ist er der nächste beim VfL Lichtenrade groß gewordene Jugendspieler, der in die Jugend- Nationalmannschaft berufen wird.
Bei Florian als Linkshänder und ein Jahr jünger sollte dies natürlich auch möglich sein.
So drücken die Handballer des VfL Lichtenrade die Daumen, dass Tim und Florian verletzungsfrei bleiben und auch das  Finale der Deutschen B-Jugend Meisterschaft erreichen!
Dies würde die Tradition  fortsetzen, das die Kooperation mit dem VfL Lichtenrade für die Füchse Berlin sehr wertvoll ist und mit den Spielern aus Lichtenrade Erfolge zu sammeln sind.
Sportliche Grüße
Eure Abteilungsleitung

Weihnachtsgruß der Abteilungsleitung

Liebe Handballeinnen und Handballer!

Liebe Trainerinnen und Trainer!

Liebe Förderer!
Liebe Helferinnen und Helfer!
Liebe Eltern und Großeltern!
Nur mit Euch konnte sich der Handball in Lichtenrade so herausragend entwickeln.
Dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken und wünschen Euch ein frohes und harmonisches Weihnachtsfest im Kreise Eurer Familien und Euren Freunden.
Auch in 2020 werden wir gemeinsam den Handball in Lichtenrade weiter entwickeln und denkt daran;
„Man wird nicht älter, sondern besser. In diesem Sinne:
Happy New Year“
Eure Handball Abteilungsleitung

1 Frauen mit Derbysieg gegen Preussen III

Am Sonntag hieß der Gegner Preussen III. Unsere Mannschaft war ein bisschen nervös vor dem Spiel, weil nicht klar war mit welcher Truppe der Gast anreisen würde und wir natürlich ungeschlagen die Hinrunde beenden wollten. Mit vollem Kader kam der Gast in die Hölle Süd.

Am Anfang war das Spiel recht ausgeglichen und der Gast konnte immer wieder durch einer soliden Angriffsleistung an uns dran bleiben. Unsere Devise war es schnell und einfach zu spielen und auch mal den Abschluss aus dem Rückraum zu suchen. Dies gelang uns sehr gut in den ersten 10 Minuten. Danach hatten wir eine kleine Phase der Unkonzentriertheit und wir konnten in der Abwehr nicht wirklich überzeugen und der gegnerische Kreisläufer kam immer wieder frei zum Wurf bei der 6 Meter Linie. Es war ein erwartet schwieriges Spiel. Bis zum Halbzeitpfiff konnten wir dennoch eine 5 Tore Führung erspielen zu einem Halbzeitstand von 16:11

In der Kabine während der Pause, war der Druck deutlich zu spüren und die Stimmung war ein bisschen gedrückt. Es gab aber keinen Grund denn wir spielten einen wirklich guten Ball und es musste nur in der Abwehr mal mehr angepackt werden. Der Coach entschied sich dennoch, wenn auch riskant, komplett durch zu wechseln und auch denen die Chance zu geben die bis dato nicht zum Einsatz gekommenen Spielerinnen sich zu beweisen.

Es sollte sich als richtige Entscheidung darstellen und die Mädels gaben alles. Mit einer Aufstellung die es so noch nie gegeben hatte in der Saison bewiesen unsere Frauen Moral, Wille, Einsatz und Leidenschaft. Ganz großes Kino, wie man so schön sagt. Bis Minute 44. konnten wir die Führung sogar ausbauen zu einem Zwischenstand von 23:16. Selbst Caro unser Motivator im Team, die zur Zeit ihre Zelte in Finnland aufschlägt, konnte als Gastspieler überzeugen und netzte ein richtig schönes Tor aus dem Rückraum in den Winkel und auch Jessica, die bislang in der Saison das Nachsehen hatte was Spielanteile angeht, konnte ihren ersten Treffer der Saison erzielen. Mit dieser Führung konnten wir endlich befreit aufspielen und spielten uns in einen kleinen Rausch, weil der Gegner mehr und mehr mit sich und dem Schiedsrichter kämpfte. Die Folge dessen war der deutliche Sieg zu einem Entstand von 32:22!

Die Hinrunde beenden wir also mit 18:0 Punkten und grüßen von der Tabellenspitze. Nun geht es in die kleine verdiente Pause um danach mit 110% in die Rückrunde zu starten.

An dieser Stelle möchte ich mich persönlich bedanken für diese tolle Zusammenarbeit bei der 1. und 2. Frauen und natürlich auch unserer A-Jugend. Es ist einfach ein Genuss mit einer so tollen Truppe arbeiten zu dürfen. Wir sind auf einem richtig guten Weg hier etwas zu schaffen was es lange nicht gab. Besonders möchte ich auch die Zusammenarbeit mit Darius erwähnen der als Trainer der A-Jugend sowie als Trainer der 2. Frauen fungiert. Es gibt wirklich wenige Momente, wo wir mal nicht einer Meinung sind und wir sind ein super Gespann. Dies macht das Arbeiten neben und auf dem Platz sehr angenehm und einfach. Auch die Unterstützung unsere Fans wird immer besser. Wenn man bedenkt das man vor 2 Jahren noch vor gefühlt 5 Leuten spielte 

Danke und bleibt sportlich.

Christopher Menke

Die Zwote tritt an zur Reise nach Pankow

Es ist Sonntag, 15 Uhr und unsere Zwote reist tief ins weit entfernte Pankow.

Die Hinrunde ist bereits absolviert und die Rückrunde beginnt noch im aktuellen Kalenderjahr.

Mit dem HC Pankow trafen unsere Mannen auf einen schwer einzuschätzenden Gegner. Im Hinspiel konnte man noch mit großen Kraftaufwand eine verloren geglaubte Partie drehen. Insgesamt 7 Tore lag man bereits hinten und gewann schließlich noch.

Kaum ein anderes Team konnte mangelndes Glück attestiert werden, wie den Pankowern. Die verloren ihre letzten fünf Spiele allesamt mit einem Tor Differenz.

Und genauso starteten die Gastgeber in die Partie. Sie gaben sich bissig, aggressiv und dynamisch. Aber auch unsere Zweite Mannschaft zeigte sich nach dem großen Erfolg gegen Kreuzberg hoch motiviert. Man sah nach 10 Minuten ein sehr ausgeglichenes Spiel, was einigen fehlerhaften Abschlüssen in der Offensive geschuldet war. Zusätzlich ließ man bei der 3-2-1-Deckung den Linksaußen der Pankower zu einfach in die Mitte ziehen.

Durch eines darauffolgenden 5-Tore laufs gelang es unserer Zwoten sich nun aber Stück für Stück abzusetzen. Man stand wesentlich agressiver in der Deckung, schob die Räume schneller zu und zwang den Gastgeber zu unsauberen Abschlüssen. Zusätzlich konnte sich Kevin Köppe im Tor auszeichnen, der ein ums andere Mal glänzend parierte.

Einzig immer wiederkehrende Schludrigkeiten im Angriff verhinderten, dass man nicht noch weiter erhöhen konnte.

Mit fünf Toren in Front ging es in die Halbzeitpause. Coach Rieck hatte gar nicht viel anzukreiden, mahnte aber zu mehr konzentration im Abschluss und dazu die Abwehr nicht zu vernachlässigen.

Auch wenn die ersten Minuten der zweiten Hälfte die angemahnte Konzentration zu vermissen schienen und nur aufgrund selbiger Mängel der Gastgeber das Spiel nicht enger wurde, setzten unsere zweiten Männer die gute Vorstellung fort. Durch ein starkes Umschaltspiel und schneller Mitten kamen wir zu schnellen und einfachen Toren.

Julian Seibt und Finler Weiler spielten immer stärker und Trickreicher auf, was die Gastgeber verzweifeln ließ.

Der HC Pankow kämpfte unabhängig vom Spielstand leidenschaftlich bis in die letzte Sekunde, blieb jederzeit sportlich und fair, was unbedingt hervorgehoben werden muss!

Unterm Strich steht ein ungefährdetes 29:37 für unsere Zwote, die nun zum ersten mal seit dem dritten Saisonspiel ein positives Torverhältnis ausweisen kann.

Aufgrund der nicht erschienenden Schiedsrichter übernahm jemand von den Gastgebern diese Aufgabe. Es war eine Vorbildliche Schiedrichterleistung, an der es nun überhaupt gar nichts zu meckern gab, wofür auch wir uns als Gast bedanken wollen.

Die zweite Männermannschaft verabschiedet sich mit einem vierten Platz, Punktgleich mit dem Tabellendritten in die Winterpause und freut sich im neuen Jahr erneut anzugreifen.

Wir wünschen der restlichen Lichtenradener Handballfamilie schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Mit besten und sportlichen Grüßen

Weibliche D Jugend – Zwischenbericht nach der Hinrunde

Mit zwei Mannschaften sind wir im September in Stadtliga A und B in die Hinrunde gestartet.

Nachdem der D1 die Quali im Mai leider nicht so gelungen ist wie es aus Trainer-Sicht zu erwarten war, lag hier vor allem der Fokus auf einen möglichst hohen Tabellen Platz um zur Rückrunde hoffentlich den Aufstieg in die Landesliga zu schaffen, und so die eher nicht so überragende Leistung der Mannschaft und der Trainer aus der Quali wieder wett zu machen.

Bei der D2 lag der Fokus darauf sich zusammen als Mannschaft zu finden und sich auch individuell weiter zu entwickeln.

Eines vorweg, Achtung Spoiler:

Beide Mannschaften haben die Ziele und Erwartungen von uns Trainern mehr als erfüllt!!

Die D2 hat sich von Spiel zu Spiel immer mehr gefunden. In allen Spielen konnte zeitweise genau die Leistung abgerufen werden, welche wir aus dem Training gewohnt sind. Nach verdienten und auch unverdienten Niederlagen, spannenden Spielen, schönen Spielen und leider auch nicht so schönen Spielen, haben die Mädels es geschafft sich im letzten Spiel der Hinrunde ENDLICH für die harte Arbeit zu belohnen und haben so den ersten Sieg eingefahren. Hier hat einfach alles gestimmt, man kam gut ins Spiel, bis auf 2 Kinder waren alle da und man war einfach motiviert endlich mal 2 Punkte auf der Haben-Seite verbuchen zu können.

Woran wir zur Rückrunde arbeiten müssen, um mehr als 2 Punkte zu holen ist sowohl uns Trainern, als auch Mädels völlig bewusst. Wir wünschen uns eine hohe Trainings- und Spielbeteiligung und den gleichen Kampfeinsatz bis zur letzten Minute wie in fast allen Spielen der Hinrunde!

Wir denken, dass sich jedes Kind individuell weiter entwickeln konnte und vor allem die Mannschaft nach und nach wirklich gut zusammen gefunden hat. Es hat viel Spaß gemacht, zu sehen wie es laufen kann wenn man sich auf dem Spielfeld aufeinander verlassen kann, die Pässe ankommen und jeder einzelne mit Eifer und Spaß bis zur letzten Minute dabei ist.

Eifer ist bei der D1 leider zeitweise auf der Strecke geblieben… ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss…, oder wie war das?

Gestartet sind wir gleich im ersten Spiel mit einem 1:26 Sieg. Mehr ist zur Hinrunde in der Stadtliga auch eigentlich nicht zu sagen, in etwa dem Dreh folgte nämlich jedes Spiel. Kuchen und Caprisonne gab es im Training auf jeden Fall genug, da zu jedem 20. Und 30. Tor dies jeweils durch den Schützen gestellt wurde.

Was nehmen wir mit?

Eine vollständige Mannschaft zur Quali ist doch sehr zielführend, ebenso wie ausreichend Schlaf sowohl auf Trainer- als auch auf Spielerseite.

Fast jedes Spiel mit über 20 Toren Vorsprung zu gewinnen ist zwar ganz nett, aber auf Dauer auch nicht das Gelbe vom Ei. Nach einem Spiel, dass zwar gewonnen wurde aber schön war wirklich was anderes, klang es aus den Reihen der Mädels: Mir war zwischendurch langweilig.

–  Ja verständlich, wie gesagt: mit vernünftiger Quali, wäre uns das nicht passiert…

Nun ja, es ist wie es ist.

Die Mädels haben teilweise wirklich toll gespielt, wir haben spektakuläre Tore gesehen und, was uns Trainern mit am Wichtigsten ist, eine tolle Entwicklung in der Mannschaft. Dies ist vor allem in unseren Trainingsspielen gegen die wC zu sehen (Danke an Markus und die Girls, dass sie ihre Trainingszeit mit uns verbringen und sich auch mal von „den Kleinen“ schubsen lassen).

Dass die Landesliga (hoffentlich) nicht ganz so ein Spaziergang wird wie die Stadtliga dürfte jedem bewusst sein.  Wir sind gespannt und hoffen auf (fast) genau so viele Siege wie in der Hinrunde.

Woran müssen wir arbeiten? Am Ball bleiben auch wenn der eigene Vorsprung groß ist, uuuuuund…: Pässe, Pässe, Pässe…

Wir sind gespannt!!

 

Fazit zu beiden Mannschaften:

Sina, Patrick und ich sind sehr stolz, dass wir so tolle Mädels trainieren dürfen die immer mit 100% Herz bei der Sache sind. Mädels, wir finden es großartig wie toll ihr euch gegenseitig unterstützt, akzeptiert und helft. Das ist nicht überall selbstverständlich.

Wir freuen uns auf eine Rückrunde voller Erfolge, sowohl individuell, als auch auf Mannschaftsebene, auf tolle Tore, schöne Spiele und vor allem auf ein engagiertes und (manchmal) auch spaßiges Training.

#Rednation

Eure Finnja

Herbe Auswärtsniederlage für die Erste Männer

Mit frischem Wind aus dem Cottbus-Sieg im Rücken fuhr unsere Erste an einem verregneten Tag zum SV 63 Brandenburg-West nach Brandenburg in Brandenburg. Die Leistung unserer Mannschaft sollte an diesem Abend leider entsprechend dem Wetter ausfallen.

Eine früh dürftige Chancenverwertung ließ unsere Männer direkt von Beginn an ins Hintertreffen gelangen. Auch die Abwehr zeigte sich ungewöhnlich löchrig – ein Bild, dass sich die letzten Spiele so nicht gezeigt hat. Früh ließ unsere Mannschaft die Köpfe hängen und fing sich vor der Pause nochmal einen eindeutigen 4-0-Lauf zum 15:8.

Die Mentalität änderte sich auch nicht im zweiten Durchgang. Kurze Etappensiege wurden durch vereinzelte Fehler und einer guten gegnerischen Torwartleistung zunichte gemacht. Schlussendlich fehlte der Wille aus dieser Partie Kapital zu schlagen. Zu der unterdurchschnittlichen Chancenverwertung kam ein völlig unverständliches Angst-Spiel aus dem Rückraum. Über die gesamten 60 Minuten wurde nicht mehr als fünf Mal von oder hinter der 9-Meter-Linie geworfen. Ein radikal konträres Bild zum Cottbus-Heimsieg, bei dem Jonas Beer und Anton Buschkow reihenweise ihre Buden aus dieser Entfernung erzielen konnten.

Dieses ungewöhnlich schlechte Spiel tut weh, da es unsere Männer aus dem Höhenflug reißt und die ersten Auswärtspunkte verhindert hat. Die Einstellung am Abend war nicht auf Oberliga-Niveau und verkennt, dass über eine geschlossene Teamleistung und gegenseitige Aufopferung der Klassenerhalt keine Herkules-Aufgabe darstellt. Am nächsten Wochenende kommt mit HV GW Werder e.V. ein unmittelbarer Tabellennachbar in die Hölle Süd. Bei einem Sieg können wir den letzten Platz zum ersten Mal in dieser Saison verlassen und nicht nur Werder überholen, sondern auch den VfL Tegel – und so vor beiden Kontrahenten überwintern. Anpfiff ist um 18:00 Uhr in der Zescher Straße.

Chrunchtime-Lichtenrade – Erste Männer kämpfen sich zum nächsten Sieg

Mit dem LHC Cottbus kam die nächste Spitzenmannschaft in den Süden Berlins. Zu finden im oberen Tabellendrittel, spielen die Gäste jedoch aktuell eine durchwachsene Saison. Die Erste Männer sollte an diesem Abend, mit Unterstützung der Fans und vor allem des Ultra-Blocks, zu dieser Entwicklung beitragen.

Angepeitscht von den erneut überragend lauten Lira-Ultras begab sich unsere Mannschaft von Anfang an in einen munteren Schlagabtausch. Ab der ersten Minute war die Konzentration auf höchstem Niveau. Ein von beiden Seiten sehenswertes und kampfbetontes Spiel kam zur 22. Minute auf den 8:8-Zwischenstand. Ab diesem Moment fruchtete unsere offensive Abwehr zum ersten Mal entscheidend. Durch provozierte technische Fehler und konsequentes Angriffsspiel, brachte sich unsere Erste zu einer drei-Tore Führung. Diese wurde zwar zur Halbzeit leicht geschmolzen, jedoch witterten alle Lichtenradener spätestens hier einen Heimsieg. Spielstand: 12:11.

Die zweite Hälfte bot ein ähnliches Bild. Die kleinsten Abwehrfehler bestrafte Cottbus eiskalt, fing sich dann aber im Gegenzug ein Tor. Zur 51. Spielminute stand es 21:21 und alles deutete auf eine spannende Schlussphase hin. An einer kalten Halle, wie gegen Tegel, konnte es diesmal nicht liegen. Dennoch verzitterte Cottbus in der Crunchtime Ball für Ball und musste sich die lautstarken Jubelschreie von der Tribüne anhören. Ein 6-0-Lauf brach ihnen das Genick und führte zum 27:22-Endstand.

Die Erste Männer kann eine überragende Leistungsentwicklung in dieser Saison verbuchen. Die körperliche Unterlegenheit gegen viele Mannschaften kompensieren wir durch Kampfgeist und vor allem den lautesten Fans der Liga. Die Festung-Lichtenrade steht, nun ist es an der Zeit auch auswärts seine Früchte zu ernten. Sollte dies gegen Brandenburg West am nächsten Samstag gelingen, fahren wir hier die nächsten Punkte für den Klassenerhalt ein. Gegen Cottbus hat unsere Erste untermauert, dass keine OOS-Mannschaft, egal wo sie steht, in der Hölle Süd einfache Punkte auf den Weg bekommt.

Abschluss Hinrunde mD I

Nach den ersten vier Siegen in den ersten vier Spielen, wollten wir nun auch das fünfte Spiel gegen die SG NARVA Berlin gewinnen und fanden uns dazu am 17.11.2019 wieder in der Hölle Süd ein. Mit viel Motivation ins Spiel gehend, gestaltete sich die erste Halbzeit sehr ausgeglichen. So stand es nach 15 Minuten 10:10. In den letzten 5 Minuten der ersten Halbzeit konnten wir uns dann ein wenig absetzen, so dass wir mit einem 16:12 in die Pause gingen. In der zweiten Halbzeit knüpften wir an die Erste an, bauten den Vorsprung noch auf 6 Tore aus und hielten diesen bis 5 Minuten vor Schluss. Als wir dann in dieser Zeit noch drei Zeitstrafen bekamen, verkürzte sich der Vorsprung wieder. Wir gewannen das Spiel jedoch trotzdem 27:25.

Eine Woche später ging es zum VfV Spandau. Nach einer schwachen ersten Hälfte ging es nur mit 14:15 in die Pause. Das musste besser werden. Gut in die zweite Hälfte kommend, konnten wir uns auf 16:21 absetzen (26:11). Diesen Vorsprung verwalteten wir dann, so das wir am Ende 22:26 gewannen.

Am 30.11.2019 ging es dann wieder zu Hause gegen die Füchse Berlin Reindf. Erster gegen Zweiter. Wer wird Herbstmeister? Mit mächtig Motivation starteten wir um 15:30 in einer gut gefüllten Halle ins Spiel. Die Fans machten der Hölle Süd wieder alle Ehre und unterstützten ihre Mannschaft, so das wir uns auf 5:3 absetzen konnten. Auszeit Füchse. Uns nicht beeindrucken lassend, kämpften wir weiter und arbeiteten uns so eine 10:4 Führung heraus. Auszeit Heim. Runter kommen. Neue Kraft schöpfen. Weiter geht’s. Halbzeit 12:6. Zweite Halbzeit genau so weitermachend, wie die Erste, setzten wir nochmal einen drauf (22:10). Auszeit Füchse. Noch sechs Minuten Zwölf vor. Weiter kämpfen. Alle sollten nochmal spielen. Über eine weiterhin solide Abwehr und einen dann nicht mehr so starken Angriff gewannen wir dann trotzdem deutlich mit 22:13 die Herbstmeisterschaft.

An dieser Stelle noch einmal Vielen Dank für eure großartige Unterstützung während der Saison und an das immer engagierte Kampfgericht, ohne die solch eine Hinrunde nicht möglich gewesen wäre.

Nach einer erfolgreichen Hinrunde ging es nun noch im Pokalviertelfinale gegen die SG OSF Berlin. Wir starteten nicht gut und aufgeregt in das Spiel und lagen so recht schnell 2:5 zurück. Allerdings schafften wir uns nach einer Auszeit wieder auf das Spiel zu konzentrieren, holten den Rückstand auf und gingen mit 6:5 in Führung. Diese Führung behielten wir bis zur Halbzeit (14:13). Die Zweite Halbzeit begann auch sehr ausgeglichen. Nach vielen Führungswechseln stand es dann schließlich nach 36 Minuten 19:19. noch einmal aufs Handballspielen konzentrierend, gelang uns dann in einem spannenden Spiel noch ein 23:20 Sieg. Auf geht’s ins Halbfinale.

 

Vielen Dank nochmal an Frank Mrosik, der sich dazu bereiterklärt hat, in diesem Spiel den Hallensprecher zu machen. Ich glaube es war eine super Erfahrung für die Jungs.

 

 

Nach diesem hart umkämpften Pokalspiel, ging es am nächsten Tag gleich weiter zum Turnier nach Magdeburg. Dort angekommen bemerkten wir mal wieder, dass wir wie immer auch hier wieder die kleinsten waren. Das erste Spiel gegen eine Mannschaft des SC Magdeburgs verloren wir knapp mit einem Tor (17:16), das Zweite spielten wir unentschieden (16:16). An dieser Stelle nochmal gute Besserung an Leo, der sich in diesem Spiel am Knie verletzte. Hoffentlich geht es dir bald wieder besser. Nun also mit einem Spieler weniger im Turnier ging es gegen den späteren Turniersieger, den SC DHfK Leipzig. Mit einem lauffreudigen Spiel gelang es uns gut dagegenzuhalten. Letztendlich mussten wir uns aber mit 16:18 geschlagen geben. Im letzten Spiel gegen die Mecklenburger Stiere (2. Platz) wollten wir nochmal alles geben. Durch unsere hohe Geschwindigkeit und unsere nun bemerkbare, gute Ausdauer konnten wir dann 21:14 gewinnen und das Turnier als Dritter beenden. Letztendlich haben alle Spieler gespielt und die Mannschaft hat sich von Spiel zu Spiel weiterentwickelt. Man konnte sehen, dass wir als „kleiner Dorfverein“ auch gegen die großen Leistungszentren in Ostdeutschland mithalten können.

Vielen Dank an den SC Magdeburg für die Einladung. Die Jungs haben viel gelernt und viele tolle Erfahrungen mitgenommen.

Nun geht es in die verdiente Weihnachtspause, bevor wir im Januar in die Rückrunde starten.

 

Janis Wedewardt