Frauen gewinnen mit krampf gegen Spandau

Am Samstag ging es nach Spandau. Schon bei der Trainingsansprache am Freitag warnte der Trainer davor, dass dies ein schweres Spiel sein würde. Leider hatte der Coach mit dieser Aussage recht. Jeder Lichtenrader sollte die Halle gut kennen, denn es lastet ein Fluch auf uns der besagt: Du sollst hier nicht gewinnen!

 

Es fing schon damit an das der HVB ein Schiedsrichter angesetzt hatte, dennoch keiner erschienen ist. Nach einer kleinen Verzögerung ging es dann endlich los. Spandau lieferte 2 Zuschauer die das Amt des Schiedsrichters übernahm.

 

Der Ball wurde nun bewegt und es ging mit einer 2:0 Führung der Gastgeber nach nicht mal 1.36 Min. los. Keine Panik, denn unsere Mädels lassen sich nicht so schnell aus dem Konzept bringen. Unser Plan war es schnell und einfach den Ball zu spielen und konsequent über die 1. Welle zu gehen. Dies gelang über unsere rechte Bahn sehr gut und wir konnten das Ergebnis schnell relativieren zu einem zwischenstand von 3:5.

 

Der Gegner spielte clever, er nahm das eigene Tempo raus und somit auch unser. Wir passten uns der Spielweise an und waren in der Abwehr viel zu passiv und im Angriff,  wenn wir nicht über Tempo kamen, gingen wir nicht in die tiefe und konnten die gegnerische Abwehr auch nicht auseinander spielen um den freien Mann(Frau) besser zu positionieren. Wenn jemand sich den Liveticker angeschaut hätte würde er nicht denken das dieses Spiel schwer war. Zwischenzeitlich führten wir mit 6 Toren aber niemand hatte das Gefühl das es wirklich so ist.

 

  1. Halbzeit war genau gleich und wir konnten über die gesamten 30 Minuten die Führung zwar halten aber wie in den letzten Partien war unser größtes Problem die Abschlussquote und die fehlende Präsenz in der Abwehr. Zum Glück haben wir einen richtig guten Kader und wenn ein Spieler mal nicht zündet springen andere für diesen ein. Dies ist auch daran zu erkennen, dass wir jedes mal mindestens 3-4 Spieler haben die mehr als 4 Tore werfen.

 

Der Fluch ist gebrochen und wir nehmen die 2 Punkte mit und beenden das Spiel mit  22:27 für uns.

 

Ergebnis ist vollkommen okay. Man sollte sich im klaren sein, dass man nicht jedes Spiel mit 15 Toren Unterschied gewinnt. Man sollte auch mit diesem Ergebnis zufrieden sein und immer daran denken das in dieser Liga wir die Mannschaft sind die jeder schlagen will!!

 

Am Sonntag kommt es zum Derby gegen Preussen und natürlich wollen wir weiterhin die weiße Weste bewahren. Kommt alle vorbei und peitscht unsere Damen zu einem weiteren Schritt in Richtung Aufstieg.

 

Lira vs. Preussen Anpfiff 17.15 Uhr in der Zescher.

 

Danke an unsere Torschützen: Lisa J. 6 / Lea und Berna 5 / Luisa 4 / Uli 3 / Saskia 2 / Linni und Maddi 1

Dritte vs. SG/AC Eintracht Berlin III

Es ist Samstag der 7.12 um 20:00 Uhr. Nach einem starkem Spiel der 1. Männermannschaft sollte auch das Spiel der 3. Männer 2 Punkte bringen. Der Heimmannschaft steht der Tabellenführer SG/AC Eintracht Berlin III gegenüber. Noch ein schnelles Shake-Hands und das Spiel ging los.

Nach erst 5 Minuten des Spiels erzielte die Heimmannschaft dann den ersten Treffer zum 1:2. Doch nun wissen alle wo es lang gehen sollte und der VfL drehte das Ergebnis von 0:2 auf ein 4:2 in der 10. Minute, doch nach der ersten Zeitstrafe für den VfL in der 11. Minute gleichte die Gastmannschaft wieder aus und das Spiel blieb erst einmal auf Augenhöhe.

Die erste Auszeit gab es in der 21. Minute bei einem Spielstand von 8:10. Jetzt hieß es wieder rankämpfen bis zur Halbzeit. Doch durch 2 verworfene 7-Meter und eine Zeitstrafe seitens der Heimmannschaft gelang der Eintracht ein 0-5 Lauf und 8 Minuten ohne Tor für den VfL. So ging es mit einem 9:15 in die Halbzeitpause.

Das Ende der 2. Halbzeit war geplagt von leichtsinnigen Ballverlusten und Passfehler. So machte sich der VfL das Spiel selbst schwer und geriet in einem 6 Tore Rückstand.

Jetzt mussten sie zur 2. Halbzeit abliefern um das Spiel nochmals Spannund zu machen. Und sie machten es schnell wieder Spannend. Innerhalb der nächsten 6 Minuten gab es eine Zeitstrafe für die Eintracht und jetzt auch durch starke 7-Meter verkürzen der VfL auf 15:17.

Doch wie aus dem nichts begannen wieder die technischen Fehler bei der Heimmannschaft. Und trotz einem starkem Torwart, der zwei 7-Meter in folge parierte, gelang der Eintracht bis Mitte der 2. Hälfte wieder ein 0-3 Lauf und der VfL wieder mit Schwierigkeiten in der Offensive. Spielstand: 15:20.

Die restlichen 15 Minuten ließ die Gastmannschaft nichts anbrennen und dem VfL gelang es nicht noch ein mal aufzuholen. Endstand: 19:25.

Der VfL spielte ca. 40 Minuten auf Augenhöhe, doch durch zwei 8-minütige Phasen mit vielen technischen Fehlern und und ohne Tor machten sie sich das Spiel unnötig schwer und es gelang der Eintracht sich abzusetzen.

Somit steht der VfL weiterhin auf dem 3. Tabellenplatz und hat am 15.12 noch einmal die Chance sich vor den Festtagen 2 Punkte zu sichern.

Zweite Männer siegen mit Biss beim Tabellenführer 26:29

Es ist Sonntag, neun Minuten nach Anpfiff, wir befinden uns in der Flatow-Halle am Schlesischen Tor. Hier spielt der bisher ungeschlagene Tabellenführer, die HSG Kreuzberg II, gegen die zweite Mannschaft vom VfL Lichtenrade. Soeben hat die Heimmannschaft das 5:4 erzielt und wird in wenigen Sekunden den Ausgleich kassieren.

Es ist ein Spiel, in dem es um Biss geht. Damit ist in der Sportlersprache in der Regel im übertragenden Sinne eine Einstellung gemeint, mit der man sich in ein Spiel hineinarbeitet, „hineinbeißt“, den Kampf annimmt und auf die Zähne beißt, wenn es weh tut.

Auf der Seite der Gastgeber steht der Top-Scorer der Liga, auf der Seite der Gäste fehlt der Top-Scorer Nick, dafür ist auf der Position Marko nach längerer Verletzungspause wieder da.

Es ist ein körperbetontes Spiel, das von Beginn an bissig geführt wird. Die Abwehr der zweiten Männer ist von Beginn an hellwach und deutet früh an, dass hier eine der besten Saisonleistungen möglich ist. Jede Defensivsituation ist eng und umkämpft und im Angriff muss der Ball mit ebenso viel Leidenschaft körperlich und spielerisch ins gegnerische Netz gearbeitet werden.

Nach 10 gespielten Minuten gelingt dem Außenseiter ein erster 3:0-Lauf, zur Mitte der ersten Halbzeit wird Kreuzberg bei 7:11 zur ersten Auszeit gezwungen. Sie bringt die Gastgeber nur kurz in eine bessere Position, doch bis zum Halbzeitpfiff kommen sie mit 15:18 nur unwesentlich wieder ran.

Die Halbzeitanalyse ist klar. Das heute ist eine Mentalitätsschlacht. Fehler werden sofort bestraft, Diskussionen mit dem Schiedsrichter lenken nur ab. Die Lichtenrader schwören sich auf eine fokussierte zweite Halbzeit ein.

Wer die zweite Mannschaft über die letzten Wochen beobachtet heißt, weiß was jetzt kommt: die gefürchteten ersten 10 Minuten nach Wiederanpfiff. Und die Mannschaft bleibt auch hier ihrem Charakter treu und erlaubt sich eine erste nachlässigere Phase, die jedoch auch der Stärke des Gegners zuzuschreiben ist. Kreuzberg hat sich eine Halbzeitpause in Überlänge gegönnt und ganz offensichtlich überhaupt keine Lust, das Spiel aus der Hand zu geben.

Es ist immer noch Sonntag, wieder neun Minuten nach Anpfiff. Soeben hat die Heimmannschaft das 20:19 erzielt und wird in wenigen Sekunden den Ausgleich kassieren. Übrigens vom selben Spieler wie nach derselben Spieldauer in Halbzeit eins.

Es ist immer noch ein Spiel, in dem es um Biss geht. Die Zweite beißt sich jetzt zurück ins Spiel. Sie holt sich die Führung zurück, sie bleibt eng. Doch die Gastgeber zeigen jetzt Nerven. Nerven, als sie mit einer Doppelchance zwei mal frei an Chris scheitern. Nerven, als sie zur Mitte der Halbzeit eine rote Karte kassieren. Nerven, als ihre Nummer 4 Justin in die Umklammerung nimmt und von hinten zubeißt. Wie bitte? Beißt? Richtig gelesen! Luis Suárez lässt grüßen. Doch hier gibt es keinen Videobeweis, das haben wir im Handball ja auch gar nicht nötig. Viel wichtiger: der Tabellenführer zeigt Nerven, ist mit dieser Drucksituation nicht so vertraut wie die Gäste, die in dieser Saison in schöner Regelmäßigkeit enge Spiele bestreiten. Und auch hier setzt sich eine Geschichte der Saison fort: Die Crunchtime-Stärke der Lichtenrader Zwoten. Kreuzberg hat sich aufgerieben, sucht schnellere Abschlüsse, die Fehlerquote steigt. Lichtenrade bleibt kühl und beißt zu. Rein spielerisch natürlich. Das 25:28 in der 58. Minute ist der vorentscheidende Wirkungstreffer. Die zwei letzten Tore des Spiels werden sportlich geteilt: Sieg für den Außenseiter!

Es ist ein glanzvoller Sieg. Die überzeugendste Leistung der Mannschaft, spielerisch, kämpferisch und mental. Die Abwehr war die Basis, die Energie und Qualität im Angriff über alle eingesetzten Spieler stark verteilt. Es bleibt beim vierten Platz zum Ende der Hinrunde, doch bis zur Tabellenspitze sind es nur noch 2 Punkte. Das ist die Quittung für die Serie von 6 Siegen in Folge.

Zuletzt noch ein Dank an die mitgereisten Zuschauer, die nicht zum ersten Mal die Mannschaft unterstützt und angetrieben haben. Heute in der hitzigen Atmosphäre war es noch wichtiger als sonst, dass Ihr da wart. Es hat sich gelohnt!

 

Es spielten:

Schuleit, Degen (4), Zillmer (7, davon 4/4 Siebenmeter), Weiler (4), Ince (2), Nakic (3), Kurtz, Gericke, Seibt (2), Freis (3), Pigeon (4). Tor: Loescher (durchgespielt), Köppe.

Bank: Rieck, assistiert von Riemer & Kissling

Dritte vs. VfL Humboldt

Am Ersten Advent trifft die 3. Männer um 9 Uhr in Wedding ein. Ein angenehme Zeit ist etwas anderes. Um unsere müde Muskeln aufzuwecken sind wir als Mannschaft kurz spazieren gegangen. An der Spitze der Tagesordnung statt „Auswärtssieg“, jedoch wurde ein Hauch von Geschichte nicht vernachlässigt, da wir bei unseren Spaziergang kurz bei der Gedenkstätte der Berliner Mauer vorbei kamen.

Im Fokus der Mannschaft statt jedoch der Sieg und der nächste Schritt Richtung Tabellenspitze.

Hoch motiviert und voller Ehrgeiz wärmt sich die Dritte auf.

Pünktlich um 10 Uhr wurde das Spiel „VfL Lichtenrade“ vs „VfL Humboldt“ angepfiffen. Der Start lief für uns perfekt. Durch unsere Tempospiel konnten wir uns in den ersten 5 Minuten 1:4 absetzen. Wir ließen nicht nach und schließlich musste die Heimmannschaft bei 7:12 ihr Time-Out einsetzen. Dies zeigte jedoch keine Wirkung. Wir haben unser Tempospiel weiter ausgespielt und vorne mit Konzept gespielt. Christian gönnte uns dann in der 27. Minuten eine 1 minütige Pause. Durch die Verschnaufpause konnten wir uns bis zu Halbzeit auf 12:20 absetzen.

Die Pause tat uns wohl nicht so gut, da wir zu Beginn der zweiten Halbzeit schlecht gestartet haben. In weniger als 10 min konnte die Heimmannschaft auf 17:21 verkürzen. Doch dann kamen wir wieder ins Spiel und konnten unsere Führung bis zur 45.min auf 17:27 erhöhen. Das letzte der Tor der Gegner, welches wir zuließen fiel in der 50.min zum 20:33. Doch wir hörten nicht auf zu spielen und legte noch weiter 4 Tore rauf. Endstand 20:37. Am Ende des Ersten Advent ein schönes Ergebnis, was jedoch hätte viel besser ausfallen könnten.

Dabei waren Kevin, Jan, Kilian(2), Moritz(2), Justin(6), Alexander(7), Andre(6/1), Steven(3), Pascal(7), Daniel, Marvin(4/3), und Dominik

Coaches: Christian und Toralf

1.Frauen gewinnt das Spitzenspiel!

Am Sonntag um 16 Uhr gab es das Spitzenspiel unserer Frauen gegen Ajax, Tabellenplatz 1 gegen Tabellenplatz 2.

Das Spiel begann zunächst sehr gut und wir führten schnell mit 2 Toren. Wir stellten eine 4:2 Abwehr womit der Gegner zunächst nicht so recht ins Spiel fand. Wichtig war es für uns auf jeden Fall die beste Torschützin auszuschalten, dies gelang uns auch zunächst. Nachdem Ajax eine Auszeit nahm und wahrscheinlich besprochen wurde wie man unsere Abwehr knacken kann wurde es auch zunehmend schwerer für uns zu verteidigen. Viele Einläufer brachten uns durcheinander und wir mussten mit allen Mitteln dagegen halten.

Halbzeitstand 17:13

Nun ging der Krimi so richtig los, denn schon in Minute 33 glich Ajax aus zum 18:18, weil unsere Abwehr und der Angriff gefühlt noch immer in der Kabine saßen. Folge dessen war eine sehr frühe Auszeit nötig um die Mannschaft wieder wach zu rütteln. Nach der Auszeit war es ein hin und her und Ajax schaffte sogar eine zwischenzeitliche Führung. Die gut gefüllte Halle unterstützte unsere Frauen aber grandios und peitschte das Team lautstark nach vorne und wir gingen erneut in Führung. Leider konnten wir aber die Führung nicht weiter ausbauen und das Spiel blieb somit extrem spannend. Bis zur letzten Sekunde war nicht klar wer hier heute als Sieger vom Platz geht. Letztendlich konnten wir das Spiel für uns entscheiden und kamen auf ein 30:29.

Wir bleiben weiterhin ungeschlagen in der Liga und konnten uns mit dem Sieg weiter in der Tabelle absetzen.

Danke an den sehr starken Gegner für härte aber auch Fairness. Das war wirklich ein absolutes Spitzenspiel. Wir freuen uns schon auf die Rückrunde.

Unsere Torschützen: Kim und Lisa jeweils 7, Berna und Lea jeweils 5, Maddi, Luisa und Uli jeweils 2

Zwote vs. Rotation Prenzlauer Berg

Sonntag abend, 18 Uhr, Hölle-Süd. Gerade haben die Frauen ein Spiel, in dem sie von Beginn an führten, sich zwischenzeitlich etwas absetzen konnten, noch so gerade eben mit einem Tor Vorsprung gewonnen. Jetzt sind die zweiten Männer dran.

Die Besetzung ist gut, die Absagen kompetent ersetzt. Zu Gast ist Rotation II., eine Mannschaft, die bis dahin das Mittelfeld anführt, von dem unsere Zweite sich bis dahin schon ein wenig absetzen konnte. Klar ist aber: Hier und heute wäre alles andere als ein Heimsieg eine Enttäuschung.

Das Spiel beginnt und es geht gleich in die gewünschte Richtung. Nach gut sechs Minuten liegt die Zwote mit 5:2 vorne, weil sie ihre Stärken der letzten Spiele von Beginn an ausspielt: schnelle Beine in der Abwehr, spielerische Lösungen im Angriff und einen sicheren Siebenmeterschützen, wenn der Gegner mal etwas gegen die spielerische Lösung hat.

Doch Rotation ist nicht gewillt, sich hier früh abhängen zu lassen und nimmt den Kampf an, bleibt bis Mitte der ersten Halbzeit stets auf Tuchfühlung. Dann beginnt allerdings die stärkste Phase der Heimmannschaft. Der Zug zum Tor ist gut, die erste Welle gelingt zwar selten, doch über zweite Welle geht einiges. Rotation läuft sich fest, findet in dieser Phase keine spielerische Linie. Über 14:9 geht es auf 18:11 und schließlich mit 20:13 in die Pause. Das sieht gut aus!

Kenner der Roten wissen jedoch, dass die Mannschaft traditionell in der zweiten Halbzeit Anlaufschwierigkeiten hat, um es freundlich auszudrücken. Und auch in diesem Spiel kommt der Lauf ins Stocken. Die 7 Tore Abstand werden noch bis zur 43. Minute verteidigt, doch so langsam spielt sich der gegnerische Torhüter in den Vordergrund und ermöglicht mal einen 0:3-Lauf für die Gäste. Das Spiel wird jetzt zäh. Tore für die Zwote müssen jetzt zunehmend mühsamer herausgearbeitet werden und Rotation zieht sehr schnell nach. 28:23, 14 Sekunden später 28:24, 30:25, 11 Sekunden später 30:26. Dazu leider mehr gute Torwartaktionen beim Gegner als beim Gastgeber und so langsam schmilzt der Vorsprung dahin. Bei Rotation sitzt jetzt fast jeder Wurf, bei der Zwoten eben nicht. 34:10, 10 Sekunden später 31:11, Parade, 34:32, Parade, 34:33. Noch drei Minuten. Da haben wir nun den Salat, willkommen in der Crunchtime.

Doch hier sind wir wieder bei den noch jungen Traditionen der jungen Saison. Crunchtime kann die Zwote, so auch in diesem Spiel. Tim übernimmt Verantwortung und stellt auf 35:33. Noch 90 Sekunden. Erst jetzt bringt Rotation mal wieder einen Angriff nicht ins Ziel. Zwote im Angriff, Rotation versucht zu stören, ein Pfiff, Rotation will den Ball, doch den Freiwurf bekommt der Gastgeber, wertvolle Sekunden bis zur Klärung, letzte Aktion: Pascal macht das 36:33.

Das Ergebnis ist knapper als es scheint. Und nach den Frauen zuvor kommt auch die Zwote nach Führung über die gesamte Spielzeit fast aus dem Tritt, um am Ende dann doch mit guten Nerven und etwas Glück zu gewinnen.

Respekt gilt an dieser Stelle auch dem Gegner aus dem Prenzlauer Berg für den beherzten Kampf. Die zweiten Männer behalten ihre Lauerstellung auf das Spitzentrio.

Am kommenden Wochenende kommt es nun zur großen Bewährungsprobe beim Tabellenführer in Kreuzberg.

Lichtenrade II: Schuleit, Degen (3), Zillmer (5, davon 2 7m), Bluhm (2), Kurtz, Seibt (2), Freis (8), Menke (3), Pigeon (4), Braun (9, davon 3 7m), Tor: Köppe, Löscher, Trainer: Rieck.

Erste Männer ist glücklos im Südderby

Auf das Aufsteiger-Derby gegen Tegel folgte für die Erste Männermannschaft das Berliner Südderby beim BFC Preussen und damit die kürzeste Auswärtsfahrt der Saison.

Eine ausgeglichene Anfangsphase fand ihren ersten großen Bruch ab der zehnten Spielminute. Die von Anfang an durch viele Verwarnungen und Wischer-Pausen zerfahrene Partie, riss die Heimmannschaft in der Folge an sich. Ein 6:0-Lauf und über zehn torlose Minuten unserer Mannschaft führten bis zur 19. Spielminute zum 10:3-Spielstand. Über die gesamte Begegnung hinweg, aber vor allem in diesen Minuten, stellten uns unkonzentrierte Torabschlüsse vor schwere Aufgaben.

Im zweiten Durchgang kamen unsere Männer mit dem harzlosen Ball besser zurecht. Der erfahrene Preussen-Rückraum konnte trotz gesteigerter Abwehrleistung immer wieder trocken einnetzen und so das Spiel kontrolliert weiterbringen. Ein wenig Spannung baute sich aber trotzdem auf. Mit einem herausragenden Mario Riemer verkürzten unsere Männer über ein 18:10 (45. Spielminute), auf 19:15 (52. Spielminute). Ein dilettantischer Wechselfehler zerschoss jedoch die Aufholjagd und setzte zu früh einen Punkt unter die Partie. Die Mannschaften trennten sich 22:17.

Quasi ohne Fremdeinwirkung hat unsere Männer dieses Spiel verloren. 22 Gegentore sprechen eigentlich für eine, über weite Strecken, akzeptable und willige Abwehr. Wesentlich in der ersten Halbzeit belohnten wir aber gut herausgespielte Angriffssituationen nicht mit einem Torerfolg. Sinnbildlich stellten dann der Wechselfehler und die daraus resultierende Zeitstrafe den Schlusspunkt dar. Schon am nächsten Wochenende kann man in gewohnter, heimischer Kulisse dem LHC Cottbus Punkte abnehmen. Anpfiff ist am 07.12, um 18:00, in der Hölle Süd. Unsere Männer sind nach wie vor hoch motiviert in der verbleibenden Spielzeit Punkt um Punkt zu sammeln, um am Ende den Klassenerhalt zu sichern.

Ultras Lichtenrade peitschen die Erste Männer zum Sieg

Derbytime in der Hölle Süd. In eisiger Halle (aufgrund ausgefallener Heizung) und trotzdem explosiver Stimmung konnte die Erste Männermannschaft endlich die ersten zwei Punkte der OOS-Saison einfahren. Normalerweise sollten die Tegler in ihren nördlichen Breitengraden kühlere Temperaturen gewohnt sein, jedoch nicht an diesem Abend. Die „Eishölle-Süd“ bot für die Gäste nichts weiter als eine Machtdemonstration, sowohl auf der Tribüne, als auch auf dem Feld.

Die wohl beste Fanleistung, die diese Liga gesehen und gehört hat, stimmte unsere Männer schon früh auf das Spiel ein. Nach bisher unglücklichem Auftreten konnten wir aus neun Spielen nur einen einzigen Punkt holen. Zwar wurden die Leistungen nach und nach besser, doch gab es zuletzt, in Altlandsberg, eine deutliche Niederlage. Auch die Ausfälle von Leistungsträgern plagen die Mannschaft weiter. Patrick Schillkowski wird nun abermals für geraume Zeit ausfallen und Jonas Beer, der diese Saison nur unzufriedenstellend, sporadisch spielen konnte, erkrankte vor dem Wochenende und stand gegen Tegel nicht zur Verfügung.

Die ausgedünnte Personalsituation hat man im Spiel zu keinem Zeitpunkt gemerkt. Hauptsächlichen Anteil daran haben die Ultras Lichtenrade, die durchgängig den achten Mann stellten und die Unsicherheit in Tegler Köpfe brachten. Durch technische Fehler der Gastmannschaft und einer fulminanten, mobilen Lichtenrade-Abwehr waren die Tegler-Tagträume, im Süden etwas mitzunehmen, schon früh zerplatzt. Auf einen 4:0-Lauf folgte ein 4:1-Lauf und zur 12. Spielminute zeigte die Tafel 8:1. Auch wenn sich die Torsituation im weiteren Spielverlauf ausgeglichener gestaltete, so spielte unsere Mannschaft die Partie kühl von vorne zu Ende. Vor allem Anton Buschkow bewies sich in der ersten Halbzeit als treffsicher und verhalf zum 16:8-Halbzeitstand. Auch unsere Gäste aus dem Norden spielten eine kühle Partie und lagen zur 41. Spielminute zwischenzeitlich mit elf Toren hinten. Tim Ehmke war es, der den Spielstand auf 24:13 brachte. Im letzten Drittel ließ Männer-Trainer Stefan Krai dann ein Paar A-Jugend Spieler Praxis sammeln, wodurch Nico Runge zu seinen ersten zwei Toren in der Männer Oberliga-Ostee-Spree kam. Den Teglern gelang es den Spielstand etwas zu marginalisieren, spannend wurde es aber nicht mehr. Der Endstand zeigte ein 31:25.

Im Nachhinein mag die Dominanz an diesem Tag zu einer Menge Selbstvertrauen verhelfen. Klar ist aber auch, dass, wenn man einen zugegeben frühen Blick auf das Rückspiel wirft, Tegel ganz und gar kein Selbstläufer ist. Die vergangene Saison in Tegel oder das letzte Spiel in Altlandsberg haben gezeigt, dass man selbst, schnell unter die Räder kommen kann. Zu einer solchen Leistung gehört Aufopferungswillen, Bereitschaft und Konzentration. Die folgenden Spiele offenbaren alle Punktepotenzial, dazu muss aber die Fokussierung konserviert werden. Bevor es zum Derby der Derbys, am 30.11 (19:15 Uhr), zum BFC Preussen geht, wartet der erste Pokalgegner auf die Erste Männer. Die Verbandsligamannschaft der SG Hermsdorf Waidmannslust empfängt uns am Sonntag (24.11) um 18:00 Uhr in ihrer Halle.

Klimawandel erfolgreich genutzt, Zwote schlägt SSG Humboldt 30:21

Die meisten Menschen denken bei der Klimadebatte an den tropischen Regenwald, an Kreuzfahrtschiffe, Flugzeuge und den Autoverkehr. Dass der Klimawandel auch ganz unmittelbare Folgen für den Amateurhandball vor der Haustür hat, ist hingegen in der breiten Öffentlichkeit viel zu wenig bekannt. Daran soll dieser Bericht etwas ändern.

Wir begeben uns nach Berlin-Lichtenrade, in die “Hölle Süd”. So heißt die Spielhalle des dortigen VfL Lichtenrade. Nun denken viele Menschen bei “Hölle” an unerträgliche Hitze und bei “Süd” zumindest an warme Temperaturen. Doch wer sich am vergangenen Samstag zu diesem Brennpunkt des Südberliner Handballs begab, sah sich bald getäuscht. Eisige Kälte empfing ihn in der ansonsten gut gefüllten Halle.

Nun ist es Kennern der Berliner Handballszene schon länger bekannt, dass die Duschen der “Hölle Süd” bei wärmster Einstellung Wasser mit etwa 12,5 Grad spenden. Diese Maßnahme sollte bei den zunehmend subtropischen Sommertemperaturen für Abkühlung bei den nassgeschwitzten Handballern sorgen. In der kühleren Jahreszeit hingegen ist dieser Effekt unerwünscht und so griff man zu einer List. Statt die Temperatur der Duschen zu erhöhen, wurde kurzerhand die Heizung im Rest der Halle deaktiviert. Das Kalkül dahinter: Zum Einen deutliche Energieeinsparung, zum Anderen sollten die Sportler das Wasser nach dem Spiel als warm empfinden.

Bereits beim Spiel der ersten Männermannschaft stellte sich diese Maßnahme als Volltreffer heraus. Beim ersten Sieg der Saison wurde der VfL Tegel eiskalt aus der Halle gefegt.

Nun stand also Lichtenrades zweite Männermannschaft der SSG Humboldt gegenüber. Beide Mannschaften präsentierten sich ersatzgeschwächt, wobei auf Lichtenrader Seite besonders das Fehlen von Kapitän Jonas ins Gewicht fiel. Um die durch regelmäßiges hartes Training ausdefinierten Körper der Athleten nicht sehr zu erhitzen, wurde das Aufwärmprogramm auf 30 Minuten reduziert. Und so konnte kurz nach 20 Uhr das Spiel beginnen. Lichtenrade legte schnell durch Jordan und Pascal auf 3:0 vor, um dann nach knapp 5 Minuten die ersten Gegentreffer zu kassieren. Im Angriff tat man in der Folge dem gegnerischen Torhüter den Gefallen, ihn mit einer “Oben-rechts-oben-links”-Folge in seiner Komfortzone auch nach Anpfiff noch weiter einzuwerfen, streute jedoch auch erfolgreiche Abschlüsse ein. Die Abwehr, die sich nun zunehmend zum Qualitätsfaktor entwickelt, stand weitestgehend sicher, störte die Abläufe des Gegners gut und zwang ihn zu teilweise erfolgreichen Einzelaktionen. In der Summe jedoch gestaltete sich das Spiel bis etwa Mitte der ersten Halbzeit ausgeglichen. Als beide Mannschaften drohten, warm zu werden, eilte ihnen ein technisches Problem zuhilfe. Durch einen Wackelkontakt war die Verbindung vom Pult zur Anzeigetafel gestört. Es kam zu einer längeren Unterbrechung, die den Spielern ausgiebig Gelegenheit zur Abkühlung bot. Der Rest der ersten Halbzeit musste nun ohne korrekte Zeit auf der Tafel fortgesetzt werden. Mit 12:10 für die Hausherren ging es in die Pause.

Die Halbzeitanalyse war naheliegend. Es wurde entschieden, dass die Hände des gegnerischen Keepers nun ausreichend warm sein mussten und Gastfreundschaft im Sport auch irgendwann mal Grenzen hat. Zudem wurde in Aussicht gestellt, der Gegner könne angesichts der dünnen Besetzung müde werden, was mit schnellem Spiel genutzt werden könnte. Die Technik konnte derweil wieder instand gesetzt werden und so war in der zweiten Halbzeit wieder alles, wie es sein sollte.

Weiter also! Der Gegner kam letztmals beim 13:12 nach 3:30 Minuten auf Tuchfühlung, ließ dann jedoch bald abreißen. Unsere Zweite nutzte zwei Überzahlspiele, um sich zunächst auf 20:15 abzusetzen. in den letzten 10 Minuten war dann der Bann gebrochen. Gehaltene Bälle wurden zu schnellen Kontern und im Positionsangriff durften sich noch einige Spieler in die Torschützenliste eintragen. Der insgesamt starke Jordan machte praktisch mit dem Schlusspfiff die 30 voll, Endstand 30:21 für die Hausherren.

Im Anschluss durften sich die Spieler in der Dusche unter molligen 12,5 Grad aufwärmen. Sportlich gesehen hat die Mannschaft sich mit diesem Ergebnis nun erst einmal im oberen Drittel der Tabelle festgesetzt. Interessant hierbei ist, dass dieses Mal ganz andere Spieler mit vielen Toren auszeichnen konnten als am vorherigen Spieltag. Ein Indiz für eine gute Leistungsbreite im Kader. Am kommenden Wochenende pausiert der Ligabetrieb und es geht im Pokal auswärts zum Tabellennachbarn CHC.

 

Schulleit, Degen (1), Zillmer, Bluhm (2), Gericke (1), Hofemeister (1), Seibt, Freis (7), Pigeon (11), Braun (7, davon 3 Siebenmeter).

Tor: Köppe, Löscher.

Trainer: Rieck, Colditz

Halbzeitbilanz Hinrunde mD1

Nach einer erfolgreichen Vorbereitung startete unsere Saison mit dem ersten Pokalspiel am 06.09.2019 bei der JSG Neukölln. Wir traten mit einer fast vollen Bank an und spielten von Anfang an stark auf, sodass wir uns schon nach 3:38 mit 0:5 und nach 8:01 mit 1:11 absetzen konnten und mit einem 6:21 in die Halbzeit gingen. Kaum war die Pause zu Ende legten wir wieder alle los. So konnten wir gut 10 Minuten vor Ende erstmals mit 20 Toren in Führung gehen (9:29). Souverän weiterspielend bauten wir den Vorsprung noch etwas aus und gewannen letztendlich 13:37. Jeder Spieler hatte mindestens ein Tor dazu beigetragen (Timon T. 1, Finley B. 2, Julian R. 1, Johannes L. 1, Finn L. 1, Linus M. 1, Joel B. 4, Felix L. 10, Jannik B. 2, Sören M. 6, Jonathan W. 5, Leonard D. 2, Oscar G. 1). So standen wir jetzt im Achtelfinale.

Eine Woche später ging es in der Hölle Süd im ersten Punktspiel gegen die SG Hermsdorf-Waidmannslust. Nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit ging es mit 15:13 in die Pause. In der Halbzeitpause aufgewacht spielten wir dann in der zweiten Halbzeit richtig stark auf und gewannen am Ende 31:15 (zweite Halbzeit: 16:2).

Kaum lag das erste Punktspiel hinter uns, ging es am 21.09.2019 zur SG OSF. Nach 20 umkämpften Minuten ging es mit 14:16 in die Halbzeit. Nach ca. 5 Minuten fingen wir dann an uns abzusetzen und gewannen das Spiel dann doch noch deutlich mit 20:30.

Nächste Woche, nächstes Heimspiel. Es ging gegen die uns aus dem Pokal bekannte Mannschaft der JSG Neukölln. Nach einer größtenteils guten ersten Halbzeit, gingen wir mit 20:13 in die Pause. Gut erholt kamen wir aus der Kabine und spielten das Spiel souverän zu Ende (Endstand 36:20).

So gingen wir mit vier Siegen aus vier Spielen in die Herbstferien.

Nach der Pause starteten wir unsere Spielphase wieder im Pokal. Diesmal allerdings zu Hause in der Hölle Süd und mal wieder gegen die SG Hermsdorf-Waidmannslust. An die solide zweite Halbzeit des Punktspiels anknüpfend, dominierten wir die erste Halbzeit des Spiels über weite Teile und gingen mit 18:12 in die Pause. Die zweite Halbzeit schwach beginnend konnten wir unseren Vorsprung trotzdem bis ca. 11 Minuten vor Ende auf sechs Toren halten (22:16). Anschließend wieder richtig stark aufspielend, schafften wir es aber doch noch, das Spiel deutlich mit 31:20 zu gewinnen. Viertelfinale!

Zu unserem zweiten Auswärtsspiel der Liga ging es eine Woche später zur Sp.Vg. Blau-Weiß 1890, dem zu der Zeit dritten der Liga. Mit viel Engagement ging es ins Spiel. Dieses gestaltete sich über weite Strecken sehr ausgeglichen und wir gingen letztendlich mit einem Tor vor in die Pause (14:15). Nach der Halbzeitpause ging es gegen eine starke Heimmannschaft ähnlich weiter. Bei  33:31 konnten wir uns dann einen 5 Tore Vorsprung (18:23) erarbeiten. Suverain zu Ende spielend, haben wir das Spiel dann letzten Endes auch wegen der exzellenten Unterstützung unserer Fans, die die Hölle Süd mit zu Blau-Weiß brachten, 21:25 gewonnen.

Weiter geht es dann am 17.11.2019 in der Hölle Süd gegen die SG NARVA Berlin. Wir hoffen das viele von euch wieder den Weg finden und uns weiterhin so gut unterstützen.

Janis Wedewardt