VfL Lichtenrade-HSV Insel Usedom

Das siebte Spiel der laufenden Saison forderte die weite Anreise des HSV Insel Usedom nach Lichtenrade. Die Männer aus dem Norden waren bis vor der Begegnung ohne Punktverlust und haben ohnehin klare Aufstiegsambitionen.

Früh zeigte sich, dass sich unsere Männermannschaft an diesem Tag in herausragender Form präsentierte. Der Tabellenführer wurde in Schach gehalten und unsere Abwehr harmonierte hervorragend. Die 0:1-Führung für den HSV, zur 30 Sekunde, sollte deren einzige im kompletten Spiel bleiben. In den darauffolgenden Minuten gelang ein konzentriertes Angriffs- und Abwehrspiel, welches zum 15:13-Pausenstand führte. Auch die zweite Hälfte bot keinen Leistungseinbruch unserer Mannschaft. Die Gäste wurden zwischenzeitlich effektiv aus dem Konzept gebracht und so zu einfachsten Fehlern gezwungen. Zu erwähnen ist ebenfalls ein grandioses Torwartspiel auf unserer Seite, welche die nötige Ergänzung zur beweglichen und aggressiven Abwehr darstellte. Jonas Beer erreicht nach langer Verletzungspause immer mehr Betriebstemperatur. Am Samstag konnte er alle Versuche von der 7-Meter-Linie verwandeln. Dass sich Usedom überhaupt sieben 7-Meter zuschulden kommen ließ, untermauert in diesem Spiel die Moral unserer Männer, mit dem nötigen Willen in die Schnittstellen der Abwehr zu ziehen. Die letzten Minuten brachten trotz der starken Leistung Diskussionsmaterial. Bis eine Minute vor Abpfiff konnten unsere Männer die Führung bewahren. Mit VfL-Ballbesitz und einer 1-Tor-Führung, 40 Sekunden vor dem Ende, pfiffen die Schiedsrichter die Partie, nach einer Auszeit, wieder an. Es kam wie es kommen musste. Unser Mannschaft verlor den Ball  (Freiwurf?)und brachte den Gästen nochmals die Möglichkeit den Ausgleich zu erzielen. In aller Abgeklärtheit und trotz Adrenalin geladener Abwehr fiel zur Schlusssirene das 29:29.

Unterm Strich zählen die Männer dennoch ihren ersten Punkt. Gegen den Tabellenführer hat man bewiesen, dass man mit der richtigen Einstellung, mit Sicherheit kein leichter Gegner ist, den man als „Pflichtaufgabe“ ansehen sollte. Der nun allmählich voll genesener Kader lässt nun hoffen, dass der Rest der Saison in dieser Manier weitergespielt wird. Bereits am zweiten November kommt ein weiterer Gegner aus dem Norden in die Hölle Süd. Der Stralsunder HV ist ebenfalls ungeschlagen und auf dem zweiten Platz der OOS-Tabelle.

Abteilungsversammlung Handball

Mit einer herausragenden Beteiligung vom 86 stimmberechtigten Mitgliedern zeigte die Abteilungsversammlung den großen Willen der Mitglieder der Handballabteilung aktiv an den Prozessen und Entwicklungen rund um den Lichtenrader Handball Anteil zu nehmen.

Im Rechenschaftsbericht der Abteilungsleitung wurden
die finanziellen und sportlichen Eckdaten der Handballabteilung erläutert.

Diese sind in jeglicher Hinsicht überragend!

In einer konstruktiven Diskussion konnten sich dann die Handballer im Rahmen der zwei eingebrachten Anträge, diese wurden mit herausragender Mehrheit beschlossen, mit den beiden Vorsitzenden des VfL Lichtenrade austauschen.

Die Versammlung endete mit einem herzlichen Dank der Abteilungsleitung für das so zahlreiche Erscheinen und an die Abteilungsleitung für die geleistete ehrenamtliche Arbeit.

Abteilungsleitung Handball

2. Männer vs. CHC

Am vergangenen Samstag, zur Prime-Time um 20 Uhr in noch gut besuchter Halle nach dem Spiel der ersten Männermannschaft, stand unsere Zweite dem CHC gegenüber.

Für unsere Zweite ging es nach zwei knappen Siegen über Teams, die weiterhin sieglos am Tabellenende stehen, sowie zwei deutlichen Niederlagen gegen Teams von der Tabellenspitze um eine Standortbestimmung. Mit dem CHC präsentierte sich ein Gegner, der bis dahin nur gegen Staffelfavoriten Kreuzberg verloren hatte.

Zum Spiel fehlten auf beiden Seiten einige Stammkräfte. Auf Lichtenrader Seite gab es Unterstützung aus der Jugend und auch der CHC war mit 13 Mann auf dem Bogen nicht ohne Optionen.

Auf ins Spiel, gleich mit einem Zeitsprung: nach 10 Minuten stand es 3:3 und im Grunde hatte man hier schon alle wesentlichen Elemente gesehen, die auch den Rest des Spiels prägen sollten: eine hochmotivierte und agile Angriffsreihe in Gelb und eine energisch zupackende Abwehrformation in Rot auf der einen Seite. Auf der anderen Seite im Positionsangriff überwiegend strukturierte Anläufe von der Zweiten gegen eine Möglichkeiten bietende Abwehr mit einem besonders über außen sicheren Rückhalt im Tor auf Seiten des CHC. Mit einer beliebten Floskel gesprochen: beide Teams neutralisierten sich.

Gegen Mitte der ersten Halbzeit konnte sich unsere Zweite über gute Aktionen in Tor und Abwehr und eine Phase der konsequenten Chancenverwertung durch Julian Seibt und Willi Degen auf 8:5 leicht absetzen, musste dann jedoch über einen 0:4-Lauf erneut einen Rückstand hinnehmen. Zum Ende der Halbzeit noch ein kleiner Lapsus: Torhüter vom Feld für den letzten Angriff, Fehlversuch, keiner kommt raus, Tor leer, nun ja, das müsste noch mal geübt werden. Quittung war ein 10:12 zur Pause.

Die Ansagen für die zweite Halbzeit waren nahe liegend: Intensität in der Abwehr hochhalten, mehr Konzentration und Konsequenz im Angriff. Doch in der gegnerischen Kabine dürften ähnlich originelle Rückschlüsse aus der ersten Hälfte gezogen worden sein und zunächst sah es danach aus, dass die Charlottenburger ihren Plan besser umsetzen würden, sie zogen auf 11:15 weg. Doch dieses Mal hatte unsere Zweite die richtigen Antworten parat, kam durch Tore von Ben, Tim, Will und Pascal mit einem 5:0-Lauf zurück und übernahm wieder die Führung.

Eine Enge Schlussphase begann, es wurde taktiert, geackert, kaum gewechselt, mit dem Erfolg, dass in den letzten 10 Minuten insgesamt nur noch 5 Tore fielen. Zunächst hatte Charlottenburg in der Schlussminute die Chance zur Führung, konnte sie jedoch nicht nutzen, dann gehörte Lichtenrade der letzte Angriff. Eine letzte Auszeit, ein Plan, ein Wurf, leider vorbei. So blieb es beim Unentschieden.

Das blöde beim Unentschieden im Handball ist ja, das jedem Beteiligten mindestens eine Situation im Kopf bleibt, die er anders lösen könnte und schon hätte es gereicht. Doch das wird sich auch der Gegner denken. Unterm Strich war das Unentschieden korrekt, vielleicht hat sogar der Gegner weniger von seinem Potenzial umsetzen können als unsere Jungs.

Ein Dank an die Unterstützer aus der Jugend und den Alten, den Spielern auf der Bank, die ununterbrochen unterstützt und angefeuert haben. Außerdem dem Publikum in der Halle, dass ordentlich Mut gemacht hat sowie dem Gegner für ein faires Spiel. Gerade bei so einem engen Verlauf ist die außergewöhnlich geringe Anzahl an Zeitstrafen und das Ausbleiben von Verletzungen eine eigene Zeile wert.

Beide Mannschaften sehen sich Ende November im Pokal wieder. Für unsere Zweite geht es am kommenden Wochenende zu Blau-Weiß

Nichts zählbares in Grünheide

Nach einem freien Wochenende reiste die Erste Männermannschaft nach Grünheide, um die ersten Punkte in der laufenden Oberliga-Saison zu jagen. Die Heimmannschaft hat sich ihren Saisonstart wohl auch anders vorgestellt und dümpelte bis zu diesen Zeitpunkt im unteren Tabellendrittel. Auch auf dem Papier war dies also eine machbare Aufgabe für unsere Mannschaft.

Ganz gleich der Tabellensituation, haben sich unsere Männer kollektiv den Wecker zu spät gestellt. So wurde das Spiel in Grünheide schlichtweg verschlafen und lief von Anfang an einem Rückstand hinterher. Über ein 3:0 stand es in der zehnten Spielminute 10:6. Ein missglücktes Spiel mit dem siebten Feldspieler brachte dann weitere Unsicherheit in die Köpfe unserer Männer. Streckenweise wurden viel zu leicht Bälle weggeworfen und Pässe missglückt. Die Wurfgefahr aus dem Rückraum war ebenfalls dürftig, dies möge sich aber mit einem immer fitter werdenden Jonas Beer, baldig ändern. Der Halbzeitstand deutete ein torfreudiges Spiel an: 20:13 für die Hausherren.

Schon ab der 20. Spielminute fingen sich unsere Männer. Ein konzentrierteres Angriffsspiel und eine teils gutstehende Abwehr sorgte für eine Partie auf Augenhöhe. Generell standen die Abwehrreihen nun besser und ließen weniger Tore zu. Durch einen starken Schlussspurt konnte die Tordifferenz nochmals aufgebessert werden, trotzdem hieß es zur Schlusssirene 33:29 für Grünheide.

Unterm Strich lesen sich also immer noch keine Punkte für den VfL in der Oberliga Tabelle 2019/2020. Die Saison ist aber noch lang und die kommenden Gegner heißen Usedom und Strahlsund. Auch in diesen Spielen sind Punkte zu wittern. Man weiß nie.

Pokalkrimi in Buckow

Nach einem Freilos in Runde eins des Pokals ging es für unsere zweite Männermannschaft nun in der zweiten Runde nach Buckow.

Buckow, letzte Saison aus der Stadtliga abgestiegen, war auch ein Gegner in der Vorbereitung und man konnte ansatzweise abschätzen, was auf einen zukommt.

Unsere Mannen gecoached von Kevin Rieck und Christian Colditz bekamen die Maßgabe Tempo zu machen und wie so oft angemahnt,  System zu spielen.

So sahen die ersten 10 Minuten ordentlich aus, auch wenn die Abwehr immer wieder zu löchrig war. Es waren die Seitwärtsbewegungen und das fehlende zuschieben, wodurch die Gastgeber immer wieder zu Torabschlüssen kamen. Lendrats Paraden war es zu verdanken, dass man die ersten 16 Minuten immer wieder mit 2 Toren führte.

Obwohl es im Angriff unserer Mannen lief und man immer wieder gute Chancen erarbeiten konnte, wussten die Buckower nahezu immer eine Antwort. So nutzten sie oft den rumänischen Wechsel von „Schulle“ und Deutschendorf wie auch Gericke, um mit schnellen Umschaltspiel die Abwehr auseinanderzureißen.

Und trotzdem waren es die Gastgeber die in der 27. Minute die Auszeit nahmen, nachdem der Toptorschütze des Abends Nakic zum 13:16 einnetzte. Die Trainer Rieck und Colditz sprachen abermals die schlechte Deckungsarbeit an. Es wurde wesentlich mehr Aggressivität gefordert.

Gerade weil diese Aggresivität weiterhin fehlte, ging man letztlich nur mit einem Tor Führung in die Pause. Die beiden Trainer konnten eigentlich nur wiederholen, wozu sie schon die gesamte erste Halbzeit aufriefen. In der Abwehr besser verschieben und aggressiver decken.

Die zweite Hälfte fing erst mal vielversprechend an. Man ging nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich wieder mit zwei Toren in Führung. Abermals konnte man sich wieder nicht absetzten und man ließ Buckow immer besser ins Spiel kommen. Unseren Mannen wurden so auch immer aufgeregter und kamen einfach nicht dazu hinten den Kasten dicht zu machen. Auch in Hälfte zwei war es wiederholt Schlussmann Lendrat zu verdanken, dass die Gastgeber nicht vollends davon zogen.

Es kam zur Umstellung in der Deckung. Gericke blieb nun dauerhaft auf dem Feld und wechselte nicht mehr rumänisch, sodass er mit „Schulle“ zusammen den Mittelblock bildete.  Die Abwehr konnte zwar ab da die Angriffe der Buckower in die Länge ziehen und das ein oder andere Tor verhindern, aber der Gastgeber zog immer weiter davon, da man im Angriff zu oft den Ball hergab.

Bei einem Zwischenstand von 30:25 glaubte von den Außenstehenden wohl keiner mehr, an eine positive Wende. Die Abwehr wurde nun endlich wesentlich bissiger doch auch in Minute 57 lagen die Gastgeber mit 4 Toren in Front. Jetzt setzte die Deckung noch mal einen drauf und unsere zweite Männer schaffte es mit Manndeckung  und einem drei-Torelauf auf eine Tor zu verkürtzen und in der 59. Minute in Ballbesitz zu kommen.

Es hieß nun  volles Risiko gehen. Coach Rieck nahm den Torwart heraus und brachte mit Deutschendorf den siebten Feldspieler. Kurtz spielte einen Wechsel mit Pigeon der über links kam und den Abschluss suchte, welcher allerdings vom Buckower Schlussmann abgewehrt werden konnte. Wo einige Spieler sich damit abfanden, dass eine Aufholjagd unbelohnt blieb, setzte Pigeon nach, rannte zum Ball, der zur rechten Seite abprallte und sprang in den Kreis um sich den Abpraller zu sichern. Er konnte nicht zum Wurf kommen, da der Verteidiger der Gastgeber sich das Spielgerät greifen konnte. Was dem Schiedsrichter zum Glück auffiel, der Verteidiger stand dabei im Raum! Somit gab es Siebenmeter. Nakic übernahm Verantwortung und verwandelte zum 32:32.

Das hieß Verlängerung. Aufgrund der Seltenheit für einige Spieler und Trainer kam noch mal die Nachfrage zum aktuellen Modus. Zwei mal 5 Minuten mit einer Minute Pause. Bei Gleichstand folgt eine zweite Verlängerung. Worauf nach Gleichstand ein Siebenmeterwerfen folgt.

Und nun lieferte unserer Zweiten Mannschaft eine wesentlich konzentriertere Abwehrarbeit sowie sauber ausgespielte Angriffe ab. Auch wenn Buckow in der 68. Minute noch einmal mit einem Tor herran kam, gaben unsere Männer das Spiel nicht mehr her.

Am Ende stand ein 36:39 nach erster Verlängerung. Wenn die zweite Männer wie schon gegen Pankow diese Energie der letzten Minuten doch einfach mal von Anfang an zeigt und schon wesentlich früher in der Abwehr zuschiebt, dann müssten Trainer, Spieler und Zuschauer nicht immer mit einem Puls von 180 zuschauen.

Unterm Strich steht zwar ein auch etwas glücklicher aber vor allem hart erkämpfter Sieg. Es war ein wahrer Krimi.
Jeder einzelne darf bei diesem Spiel auf sich stolz sein und hat seinen Teil dazu beigetragen, damit ein positives Ende möglich wurde.

Die nächste Partie steht am 19.10. auf dem Plan. Dort geht es gegen CHC II in der vertrauten HölleSüd.

Bis dahin verbleiben wir mit sportlichen Grüßen

Zum vierten Spieltag der aktuellen Saison reiste unsere zweite Männermannschaft am Marathonsonntag in den Berliner Osten.

Zu Gast bei Narva III durfte man erneut dezimiert antreten. Nakić und Kurtz fehlten beruflich bedingt, Freis sowie Waldenmeier immer noch verletzt abgemeldet und Petruschke wie auch Torno waren beide ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen nicht mit dabei.

So trat man mit 6 Feldspielern und zwei Torhütern an.

Es ging bei diesem Spiel darum das Optimum herauszuholen und intelligent zu spielen. Über den Ausgang des Spiels, mögliche Ergebnisse und die Frage ob Sieg oder Niederlage wurde nicht gesprochen. “So gut wie möglich verkaufen“ war die Marschroute von Trainer Rieck, der durchaus mit einem Einsatz als Spielertrainer liebäugelte.

Auf der Gegenseite stand die SG Narva III mit voller Bank und legte mit schnellem zielgerichteten Handball los. Auffällig war, dass der Gastgeber immer das 1 gegen 1 suchte und nur selten aus dem Rückraum abschloss.  Bis zur 15 Minute konnte unsere Zweite Mannschaft zumindest mit 5 Toren dran bleiben und immer wieder den Gastgeber ärgern. Aufgrund mangelnder Konzentration und Abschlussfehlern gab man häufig zu schnell den Ball her, um den Abstand gegebenenfalls geringer halten zu können.

Unsere tapfer schuftenden Männer ging aber immer mehr die Puste aus und so kam es, dass wir zur Halbzeitpause mit 18:8 zurücklagen. Da dem Coach nur begrenzte Mittel zur Verfügung standen, war die Anweisung simpel. Das ganze sauber, fair und mit Köpfchen zu Ende spielen. Unnötige Ballverluste abstellen, da diese ohne Wechseloptionen besonders weh tun. In Hälfte zwei zeigte man dann, was alles möglich ist, wenn man seine Angriffe ausspielt und mit Auslösehandlungen arbeitet. So konnte man mit einem 4-Torelauf die SG aufregen und dauerhaft mit einem einstelligen Rückstand durchs Spiel gehen. Ab der 50. Minute kam es dann nun doch zu einem Einbruch, welcher der eingeschränkten personellen Situation geschuldet war.

Hätte unsere Zweite diesen Kampfgeist und diese Einstellung in der Vorwoche an den Tag gelegt, wäre zumindest diese Klatsche zu verhindern gewesen.

Die Mannen von Trainer Kevin Rieck verlieren unterm Strich mit 36:21, haben sich aber teuer verkauft und bewiesen, dass viel spielerisches Potential vorhanden ist, solange man seine Angriffe durchdacht zu Ende spielt.

Am 02.10. gastiert man im Pokal beim SV Buckow und kann bis dahin auf die volle Kaderstärke zurückgreifen.

Bis dahin verbleiben wir mit sportlichen Grüßen

 

Es Spielten:

Kilian Kießling, Christian Löscher (Beide TW), Willi Degen, Kilian Ostach, Riza Ince (6 Tore), Andre Gericke (2 Tore), Pascal Pigeon (5 Tore), Nick Braun (8 Tore)

Spielbericht III. Herren gegen Pfeffersport III

Um 12:30 p.m. kamen wir am Sonntag dem 29. September zusammen, um uns dem sportlichen Wettstreit mit unseren Gästen aus dem fernen Nordosten des Landes Berlin zu stellen. Pfeffersport III ihr Name. Die „III“ im Namen täuscht bei den Gästen wie auch bei uns leicht über die handballerische Extraklasse hinweg, für die diese Mannschaften leben! Sintflutartiger Regen im Vorfeld ließ den Laien auf eine Wasserschlacht hoffen. Doch zum Glück spielten wir, wie gewohnt in der Hölle Süd (mit Dach und unter diesem unbesiegt).
Nach einem guten Warmmachen nach Maß, die Mannschaft hatte zuvor den Berlin Marathon bestritten, waren wir bereit die Hölle Süd zu verteidigen.

Wir absolvierten die ersten Minuten leider etwas fahrig und fanden so vorne wie hinten nicht wirklich einen Zugriff auf das Spiel. Diese Probleme streiften wir aber in den folgenden Minuten durch eine gute Mannschaftsleistung ab und spielten uns eine Führung von 10:6 heraus. In die Katakomben der Hölle Süd ging es dann zur Halbzeit leider nur mit einer 12:10 Führung, da der Gegner mit einem Endspurt zur Halbzeit noch einmal verkürzen konnte.

Das war dennoch kein Grund die Köpfe hängen zu lassen und der Trainer Christian stellte die Mannschaft darauf ein, ganz im Sinne Oliver Kahns, einfach weiter, immer weiter zu machen.

Beflügelt davon und 15 Minuten Atempause starteten wir in die zweite Halbzeit. Wir spielten von Anfang an konzentriert weiter und kamen so zu einer 21:14 Führung zur 44. Minute. Aus einer gut stehenden Abwehr und einem funktionierenden Positionsangriff heraus, ließen wir nichts mehr anbrennen und beendeten das Spiel 29:21(letzter Fehlwurf = Kiste!)

Alles in allem eine gute und mehr oder weniger konzentrierte Teamleistung über 60 Minuten gegen einen ordentlichen Gegner.
Unser Torhunger war zwar gestillt, unser Drang nach fester Nahrung jedoch noch nicht. Daher ging es nach dem Duschen, für das einige Leute etwas länger brauchten, noch zum Ayran-Empfang beim lokalen Dönerfachverkäufer.
Ein besonderer Dank geht an unsere A-Jugendlichen und Alt-Herren Spieler!

Es spielten: Steven H. (4),Jan L. (1), Janis W (2), Thomas G. (6), Moritz R. (2), Justin F. (2). Alex D. (1), Andre D. (5), Linus S. (2), Pascal B. (4). Daniel L., Marvin M., Dodo D.

Coaching Staff: Christian C. und Toralf F.

Spiel Bericht 3te Männer gegen Polizei SV II

Sonntagmorgen, 8:45 Uhr Treffpunkt, 9:45 Anpfiff. Klingt wie ein E-Jugend-Spieltag – war es aber nicht. Die Dritte traf sich also zu besagter Zeit bei bestem Spätsommerwetter in der Lilli Henoch fürs Spiel gegen die Zwote von PSV; das einzig Positive an diesem Morgen: in der Lilli Henoch ist Harz erlaubt (die Begeisterung sollte sich im Laufe des Spiels noch mindern).

Mehr oder weniger pünktlich (Kiste!) erschienen alle zum fokussierten Warmmachen: die nächsten zwei Punkte sollten eingefahren werden, war das Eröffnungsspiel vor heimischer Kulisse in der Hölle Süd eine Woche zuvor doch so vielversprechend verlaufen.

Wir starteten dann leider sehr unkonzentriert ins Spiel, der ungewohnte Umgang mit Harz am Ball tat sein Übriges. Vor allem die zahlreichen Fehlpässe ließen uns nicht gut ins Spiel kommen, nur durch ähnliche Fehler beim Gegner blieb das Spiel ausgeglichen, dazu fischte uns der glänzend aufgelegte Daniel im Tor einige Bälle weg.

Dennoch kamen wir regelmäßig zu guten Wurfchancen, die auch gut verwertet wurden.

Beim Stand von 2:4 sah sich nach 9 Minuten der PSV-Trainer zum ersten Mal zu einer Auszeit gezwungen. Diese hatte durchaus ihre gewünschte Wirkung, plötzlich lagen wir mit 6:5 in Rückstand als wir nach 14 Minuten ebenfalls auf unser erstes Timeout zurückgriffen.

Die Mannschaft wurde neu eingenordet und freundlich an die vorgegebene Taktik erinnert.

Anschließend lief es in Angriff und Abwehr wieder besser, trotzdem war es nun ein Spiel auf Augenhöhe. Der Spielstand blieb recht ausgeglichen, zum Ende der ersten Halbzeit drehten die Hausherren aber wieder mehr auf und wir fanden besonders in der Abwehr keine Lösung für die uns gestellten Aufgaben. 14:11 stand es zum Pausentee für PSV.

Coach Christian fand in der Halbzeit offenbar die richtigen Worte: wir kamen hochmotiviert und mit dem wohl richtigen taktischen Werkzeug aus der Kabine, erzielten einen 3:0-Lauf und konnten auch weiterhin unser Spiel durchziehen, sodass wir nach 40 Minuten beim Stand von 15:16 das erste Mal nach dem Rückstand wieder in Führung waren.

“Wenn et looft, denn looft dit” – so auch bei uns, das zwischenzeitliche überragend erkämpfte 19:22 (’52) durch Steven brachte uns 8 Minuten vor Schluss mit 3 Toren in Front. Doch PSV gab nicht auf, kämpfte ebenso bis zum Umfallen. Beim 21:22 Anschlusstreffer der Hausherren legten wir in Minute 55 nochmal die grüne Karte, um den Plan für die letzten paar Minuten zu besprechen und den Sieg einzufahren. Leider blieb PSV am Ball und legte nach, traf eineinhalb Minuten vor Schluss zum 25:25 Ausgleich, was keine Mannschaft mehr in einen Sieg ummünzen konnte. Bei diesem Spielstand blieb es am Ende, aus unserer Sicht nach dem Verlauf der zweiten Halbzeit sicher zu wenig, erinnert man sich an die erste Halbzeit, muss man wohl die kämpferische Leistung im zweiten Durchgang würdigen und das Ergebnis als “gewonnenen Punkt” betrachten statt als einen verschenkten Sieg.

Auch nach Rücksprache mit dem Gegner waren alle Seiten mit dem Ausgang zufrieden.

Ohnehin steht mit dieser Mannschaft in dieser Spielklasse das Mannschaftsgefühl und der Spaß im Fokus: Mission erfüllt, das sportliche Ergebnis zumindest zufriedenstellend.

Und einen Vorteil hat so eine E-Jugend-Anpfiff-Zeit ja am Ende doch: das anschießende Kabinengetränk wird zum Frühschoppen und man hat auch noch viel mehr vom sonnigen Sonntag.

 

In diesem Sinne und

Mit sportlichem Gruß,

Die Dritte

 

Dabei waren:

Daniel & Kilian K., Jan, Moritz, Kilian O. (4), Justin (3), Andre (7), Pascal (4), Marvin (4/2), Dodo und Steven (3)

Erfolge in den Derby‘s gegen OSF in der Oberliga Ostsee-Spree!

Nach den unglücklichen Niederlagen letzte Woche beider Mannschaften gegen Schwerin,
könnte die mA mit 26:19 Toren und die mB mit 42:21 Toren sicher gewinnen. Die mA schlug den Qualifikanten zur Jugendbundesliga und setzte damit ein besonderes Zeichen.
Beide Mannschaften sind in der OOS angekommen. Mit viel System und der richtigen Einstellung, so wie es in den beiden Auswärtsspielen bei OSF gezeigt wurde, werden noch viele positive Aspekte die Entwicklung der Spieler voran bringen.
Ziel ist weiterhin die direkte Qualifikation für die OOS in der nächsten Saison. Sollte die Bereitschaft bei den meisten Spielern vorhanden sein, wird die Abteilungsleitung die Möglichkeit zur Teilnahme an der Jugendbundesligaqualifikation positiv begleiten.
Weiter so, viel Spaß

Erste Männer verliert im Bezirksderby

Noch immer wartet Lichtenrades beste Männermannschaft auf die ersten Punkte in der Oberliga-Ostsee-Spree. Zum vierten Spiel durften wir zu unseren Nachbarn, der Sp.Vg. Blau-Weiß 1890 reisen – in Erwartung auf das erste richtig heiße Bezirksderby in dieser Saison.

Derby-Niveau hatten die Zuschauerränge von Anfang an. Beide Mannschaften hatten ihre lautstarken Fan-Gruppen auf den Tribünen sitzen, deutlich vernehmlicher waren aber die Lichtenrader Ultras zu hören, die mit grandiosen Fangesängen abermals den achten Feldspieler stellten. Auch sportdeutschland.tv übertrug die Partie im Livestream, sogar mit Kommentator, der überragend tendenziös seine handballerische Inkompetenz ins Mikrofon kreischte.

Spielerisch hatte die Begegnung mindestens genauso viel zu bieten: Nach einem holprigem und torarmen Beginn fingen sich unsere Männer wieder und sie konnten fortwährend den Anschluss zu den Gastgebern wahren. Trotzdem gelang es uns nicht in Führung zu gehen und so entwickelte sich die erste Hälfte über ein 4:1 (7. Spielminute) hinzu einem 10:10 (27. Spielminute) bis zum 13:11-Halbzeitstand. Herausragend war bis hierhin Patrick Schillkowski, auf Lichtenrader Seite. Klar war aber: das Abwehr-Spiel reichte nicht. Viel zu viele Zweikämpfe gingen verloren und das Timing im Doppeln passte bisher nicht. Fünf Zeitstrafen fingen sich unsere Männer allein im ersten Durchgang.

Die zweite Halbzeit läutete leider keine Besserung ein. Eine weiterhin viel zu fahrige Abwehr ermöglichte den Hausherren zur 38. Spielminute auf vier Tore wegzuziehen – Spielstand: 19:15. Auch wenn es der Ersten Männer gelang die Lücke ein weiteres Mal zu schließen, so war dies nicht nachhaltig möglich, geschweige denn eine Führung rauszuspielen. Das 22:21 durch Fabian Beer in Spielminute 45. wurde schnell durch einen 3-0 Lauf gekontert. Eine durchschlagskräftige Aufholjagd gelang unserer Truppe nicht uns so mussten wir uns am Ende dem Lokalrivalen, in auswärtiger Halle, 31:28, verdient geschlagen geben.

Für unsere Erste Männer war es bereits das dritte Auswärtsspiel im laufenden Spielbetrieb, was bei einigen Spielern bereits Heimweh geweckt haben dürfte. Zum nächsten Wochenende empfangen wir endlich wieder in heimischer Spielstätte den kommenden Gegner aus Spandau. Trotz dem erneuten Rückschlag ist unsere junge Truppe hoch motiviert, sich kontinuierlich Punkte zu erkämpfen. Woran gearbeitet werden muss, zeigen genau solche Spiele.